Hackintosh-Anbieter Psystar verkauft weiter MacOS-Installer
Der Hackintosh-Anbieter Psystar hat erneut einen Prozess gegen Apple verloren. Bundesrichter Judge William Alsup aus Nordkalifornien hat am 15. Dezember 2009 verfügt(öffnet im neuen Fenster) , dass Psystar künftig weder Mac OS X auf nichtlizenzierter Hardware installieren noch Hardware anbieten darf, die dafür ausgelegt ist, Apples Lizenzbedingungen zu verletzten. Psystar muss Apple zudem 2,5 Millionen US-Dollar an Gebühren und Schadensersatz bezahlen. Dem ging ein 17-monatiger Rechtsstreit voraus.
Im November 2009 hatte Alsup bereits gegen Psystar geurteilt. Reproduktion, Modifikation und Verbreitung von Mac OS X auf Nicht-Apple-Computern sei eine Urheberrechtsverletzung nach dem Copyright Act und ein Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Psystars Anwälte wiesen die Vorwürfe auf Markenrechtsverletzung als "uninformiert und fehlgeleitet" zurück. Psystars Opencomputer-Produkte würden mit voll lizenzierten und unveränderten Versionen von Mac OS X verkauft.
Doch das Interesse der Käufer ist sehr gering: Laut dem Wirtschaftsexperten Matthew Lynde von Cornerstone Research, von dem Apple ein Gutachten bestellt hat, soll Psystar im Zeitraum von April 2008 bis Mitte August 2009 nur 768 Computer mit vorinstalliertem Mac OS X verkauft haben.
"Der Angeklagte muss spätestens bis Mitternacht, am 31. Dezember 2009, sein Geschäftsgebaren in Einklang mit der Auflage bringen" , hieß es in der aktuellen Begründung. Dies müsse so schnell wie möglich eingeleitet werden.
Alsups Urteil betrifft nicht die Rebel-EFI-Software, mit der Mac OS X auf PCs installiert werden kann. Diese verkauft das Unternehmen weiter, obwohl der Richter davor gewarnt hat, dass dies riskant sei, da in weiteren Urteilen zu dem Produkt erneut gegen Psystar entschieden werden könne.
Möglichkeiten, um Mac OS X auf PCs zum Laufen zu bringen, gibt es bereits seit langem . Psystar ist nur eines der ersten Unternehmen, das Hackintoshs kommerziell anbietet.
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