Paypal macht Micropayments in Deutschland teurer als in USA
Der Betreiber des Onlinebezahlsystems hat seine allgemeinen Geschäftsbedingungen(öffnet im neuen Fenster) (AGB) geändert. Neben Änderungen beim Datenschutz und einer Anhebung des Sendelimits wird damit auch für Deutschland ein neues Preismodell für Kleinbeträge eingeführt. Doch Micropayments mit Paypal werden hierzulande teurer als in anderen Staaten.
Micropayments kosten in den USA einen Anteil von 5 Prozent am Kaufpreis, plus 5 Cent. Für Spanien und die Niederlande berechnet die eBay-Tochter ebenfalls jeweils 5 Prozent der Kaufsumme, hier werden aber 5 Euro-Cent zusätzlich fällig. 0,05 US-Dollar entsprechen aber 0,034 Euro. In den USA definiert Paypal Micropayments als Bezahldienst für Beträge, die typischerweise unter 10 US-Dollar liegen.
Noch mehr verlangt Paypal in Deutschland: Hier berechnet der Zahlungsabwickler 10 Prozent des Preises plus 10 Euro-Cent für die Zahlungsabwicklung. Micropayments ist ein neues Bezahlmodell. An den Preisen für bisherige Bezahldienste ändert sich nichts.
Paypal-Sprecher Alexander Lengen bestätigte Golem.de diese Informationen. "Unsere Preise zeigen auch in anderen Bereichen lokale Unterschiede. So auch in diesem Fall." Dieses Preismodell gab es vorher nicht, erklärte Lengen weiter. Angaben zu den Gründen für die starken Abweichungen wollte er jedoch nicht nennen.
Paypal hat seinen Kunden in Deutschland die Änderungen an den AGB am 15. Dezember 2009 mitgeteilt. Gültig ist das neue Modell ab dem 17. Februar 2010. Das Sendelimit hat Paypal zudem von bisher 1.500 Euro auf 2.500 Euro angehoben. Am 17. März 2009 zählte Paypal nach eigenem Bekunden 10 Millionen Paypal-Konten in Deutschland. Paypal war im Jahr 2004 mit einer deutschen Website an den Start gegangen.
- Anzeige Hier geht es zu den aktuellen Blitzangeboten bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.