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Keine Einigung: eBay entlässt 400 Beschäftigte in Dreilinden

Kündigungen sollen nicht mehr 2009 ausgesprochen werden. EBay hat sich mit Verdi und dem Betriebsrat nicht über die Pläne für den Abbau von Arbeitsplätzen in Dreilinden bei Berlin einigen können. Damit steht fest, dass in Kürze 400 Entlassungen ausgesprochen werden, so ein Unternehmenssprecher.
/ Achim Sawall
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Der Auktionsplattformbetreiber eBay entlässt 400 Beschäftigte am Standort Dreilinden in Deutschland. In der Auseinandersetzung um den seit Anfang Oktober 209 geplanten Stellenabbau gab es keine Einigung. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gab bekannt, dass die Bemühungen um einen Interessensausgleich in der Einigungsstelle von der Arbeitgeberseite für gescheitert erklärt worden seien: "Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite in der Einigungsstelle war für den Betriebsrat unzureichend. Dieses beinhaltete lediglich eine geringe Anzahl von zusätzlichen Arbeitsplätzen, die überwiegend auch noch befristet sein sollten."

Der Betriebsrat hoffe darauf, noch weitere Arbeitsplätze in Dreilinden bei Berlin erhalten zu können. Die Auseinandersetzung ginge in Verhandlungen über den Sozialplan für die Entlassenden weiter. EBay hatte für den Standort Dreilinden vom Land Brandenburg Fördermittel von circa 10 Millionen Euro erhalten. Die Auflage war, die Arbeitsplätze bis 2008 zu erhalten.

Der Betriebsrat und Verdi planen nun weitere Aktionen. Am 19. Dezember 2009 soll es einen Informationsstand in der Potsdamer Altstadt geben, mit dem auf den Abbau von Arbeitsplätzen bei eBay aufmerksam gemacht werden soll.

Hintergrund ist, dass eBay am Standort in Dreilinden bei Berlin nur noch deutschsprachige Kunden betreuen wird. Andere europäische Sprachen soll ein neues Zentrum zur Kundenbetreuung in Dublin übernehmen, das zum zentralen Europastandort mit 1.200 Mitarbeitern wird. In Dublin werden im Zuge der Neuorganisation 100 neue Stellen geschaffen. Ein eBay-Deutschland-Sprecher sagte Golem.de, die Kündigung würden nicht in diesem Jahr ausgesprochen. "Das geschieht dann, wenn wir auch über den Sozialplan gesprochen haben." Das soll aber "so schnell wie möglich abgeschlossen" werden.

Nachtrag vom 16. Dezember 2009, 13:06 Uhr

"Alles was für den deutschen Marktplatz wichtig ist, bleibt auch in Deutschland", versicherte der Sprecher. Der Kundenservice und der Vertrieb blieben im Land. Stefan Groß-Selbeck hatte den Posten des deutschen eBay-Chefs im November 2008 abgegeben, weil die Marketingaktivitäten in die Schweiz und die technische Gestaltung nach London verlegt wurden. Er wechselte in die Führung der Geschäftskontaktplattform Xing. EBay Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Markt des Unternehmens.


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