Mumble 1.2.0 mit neuem Protokoll
Die aktuelle Version 1.2.0 des Open-Source-Projekts Mumble(öffnet im neuen Fenster) verwendet neben dem Codec Speex(öffnet im neuen Fenster) jetzt den, auch aus dem Xiph.org-Projekt(öffnet im neuen Fenster) stammenden, Codec CELT(öffnet im neuen Fenster), der für eine niedrige Latenzzeit bei verbesserter Qualität sorgen soll. Für Verbindungen mit niedriger Bandbreite bleibt der Speex-Codec allerdings die bessere Wahl.
Aufgrund des neuen Übertragungsprotokolls sind die gegenwärtigen Clients nicht mehr abwärtskompatibel, allerdings sollen Clients noch mit dem Murmur-Server 1.1.8 kommunizieren können. Das neue Protokoll bringt aber zahlreiche zusätzliche Funktionen mit. Bei Verbindungen, die aufgrund einer Firewall UDP-Pakete abblocken, kann die Kommunikation auch ausschließlich über das TCP-Protokoll erfolgen. Zusätzlich unterstützen Murmur und Mumble ab sofort das Bonjour-Protokoll, bei dem Benutzer- und Servernamen angezeigt werden. Somit entfällt die Verbindungskonfiguration anhand von IP-Adressen.
Die Authentifizierung erfolgt fortan per Zertifikat, das im Zuge eine Updates oder der Neuinstallation der Software erzeugt wird. Da Passwortattacken nun ausgeschlossen sind, können sich Benutzer ab sofort aus dem Client heraus registrieren. Darüber hinaus haben die Programmierer den Serverbrowser neu geschrieben. Zusätzliche Informationen wie Server-Ping und die Anzahl verbundener Benutzer werden jetzt angezeigt.
Für Spiele ist Mumble insbesondere unter Windows interessant, da dort die Stimmen der Konferenzteilnehmer räumlich ihren Spielfiguren zugeordnet werden können. Das funktioniert bei Windows-Spielen, auf die Mumble mittels Positional-Audio-Plug-ins angepasst wurde. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für die Spiele Battlefield 2142 v1.50, Call of Duty: Modern Warfare 2 Multiplayer, Call of Duty: Modern Warfare 2 Special Ops, World of Warcraft (v3.2.2 Euro) und ein Manual-Placement-Plug-in, das händische Konfigurationen akzeptiert. Eine komplette Liste aller unterstützten Spiele ist auf den Webseiten des Projekts abrufbar(öffnet im neuen Fenster). In der Liste erscheinen auch einige Linux-Spiele, die ebenfalls unterstützt werden.
Eine komplette Liste aller Änderungen findet sich auf den Wiki-Seiten(öffnet im neuen Fenster) des Mumble-Projekts. Die Software liegt als Binärdatei für die Plattformen Linux, Mac OS X und Windows zum Download auf der Projektseite bereit(öffnet im neuen Fenster).
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