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Das intelligente Stromnetz - Risiken und Nebenwirkungen

Smart Grid hilft Strom sparen und integriert erneuerbare Energiequellen

Ab 1. Januar 2010 hat jeder Haushalt in Deutschland einen Anspruch auf monatliches Ablesen der Stromzähler - ein erster Schritt zum intelligenten Stromnetz, dem Smart Grid. Es soll Sparen ermöglichen, weil beispielsweise Haushaltsgeräte dann betrieben werden können, wenn Strom günstig ist. Doch das Smart Grid birgt auch Gefahren.

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Ernst Ulrich von Weizsäcker, Träger des Deutschen Umweltpreises 2008, gilt international als Verfechter ehrgeiziger Umweltziele: "Bis 2020 wird man nicht mehr als circa 10 Prozent (der Primärenergie) ohne Wohlstandsverlust einsparen können, bis 2050 sowas wie 60 Prozent. Und was dann an Bedarf verbleibt, kann 2050 mit erneuerbaren Energien gedeckt werden", so formuliert der Wissenschaftler gegenüber Golem.de seine Erwartungen an die Weltöffentlichkeit. Allein mit energiesparenden LED-Leuchten wird das nicht funktionieren. Das wesentliche Potenzial steckt in der intelligenten Steuerung von Energieangebot und -nachfrage. Bei der Tagung "Nachhaltiges Energieinformationsnetz" der Alcatel Lucent Stiftung, die vergangenen Mittwoch in Stuttgart stattfand, erläuterten Experten die Konsequenzen, die das intelligente Stromnetz mit sich bringt.

Monatliche Stromabrechnung

Für den Verbraucher geht es gleich am 1. Januar los: Ab 2010 hat er einen gesetzlichen Anspruch auf eine monatliche Stromabrechnung. Theoretisch muss der Stromversorger zwölf Mal im Jahr zum Ablesen kommen. Bei 39 Millionen Haushalten in Deutschland eine Aufgabe herkulischen Ausmaßes. Früher oder später werden die Versorger die bisherigen Stromzähler durch sogenannte Smartmeter austauschen. Bei Neubauten sind die ab Januar ohnehin vorgeschrieben. Damit kann der Verbraucher die Stromfresser im Haushalt gezielt aufspüren. Doch damit nicht genug: Stromanbieter müssen "spätestens bis zum 30. Dezember 2010 für Letztverbraucher von Elektrizität einen Tarif anbieten, der einen Anreiz zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs setzt", schreibt der Gesetzgeber der Branche vor. Nach Meinung von Beobachtern gäbe es dann "auch in der Energiewirtschaft die Chance auf Wettbewerb." Nicht nur die Verbraucher, auch die Anbieter von Smartmetern und Abrechnungsdiensten wird es freuen.

Kommunizierende Knoten

Was daran ist nun intelligent? Zum Beispiel erinnert die Vorstellung ein wenig an Star Trek, dass das Licht automatisch ausgeht und die Heizung von allein runtergedreht wird, sobald die letzte Person den Raum verlassen hat, auch wenn es sich letztlich nur um eine clevere Verknüpfung von Sensoren und Aktoren handelt.

Diese Verknüpfung könnte beispielsweise der Energieeffizienz-Bus(EEBus) der Firma Kellendonk aus Köln herstellen, der kürzlich auf einer Konferenz des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin vorgestellt wurde. Dazu müssten nicht nur Toaster, Lampen und Waschmaschinen (Stromverbraucher), sondern eben auch die Photovoltaik-Anlage (Stromgewinnung) auf dem Dach und die Autobatterie (Stromspeicher) an den EEBus geklemmt werden. "Bis zu 60.000 Knoten" will der Hersteller auf diese Weise miteinander kommunizieren lassen. Technisch können die Geräte auf unterschiedlichen Wegen miteinander verknüpft werden. Der EEBus kommuniziert wahlweise per Stromkabel (Powerline) oder Funk. Im Hause Miele hat sich ebenfalls das Stromkabel als Transportmedium durchgesetzt. Ethernet scheint wegen zu hoher Kosten zur Verkabelung ungeeignet.

Auch aus Datenschutzgründen scheint es sinnvoll, nur den Stromsaldo vom EEBus zum Smartmeter und von da aus an den Stromversorger zu melden: Bekäme der Stromversorger nämlich permanent den Verbrauch des einzelnen Elektrogeräts übermittelt, bestünde die Gefahr, dass er Rückschlüsse auf die Lebens- und Verbrauchsgewohnheiten ziehen könnte.

Das intelligente Stromnetz - Risiken und Nebenwirkungen 

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Vandale 02. Jan 2010

Die Einspeisung ökologischer Energie wie Solarstrom und Windstrom folgt den Launen des...

M.Kessel 19. Dez 2009

.. und nicht zu vergessen ... Nachts einen Akku laden, um dann tagsüber .... :Headbang...

BioTextGen 17. Dez 2009

Maschinen einigen sich wenigstens auf Protokolle der Verständigung. Unter Menschen...

dafür soll es... 17. Dez 2009

Dafür soll es ja DE-Mail geben. Dort werden alle deine Rechnungen wieder direkt...

HohlSpiegel 17. Dez 2009

Weisst Du wie in Bankenrviertelen die Verchecker von Fingerschellenhälften heissen?



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