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Oracle macht Zugeständnisse bei MySQL

US-Unternehmen will Bedenken der EU-Kommission zerschlagen. Im Ringen um MySQL macht Oracle Zugeständnisse an Kunden, Entwickler und Nutzer des freien Datenbank-Management-Systems. Bislang blockiert die EU-Kommission die Übernahme von Sun durch Oracle.
/ Jens Ihlenfeld
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Es gebe bezüglich der Übernahme von Sun und deren Tochter MySQL konstruktive Verhandlungen mit der Europäischen Kommission, meldet Oracle. Die EU hat Bedenken, der Übernahme zuzustimmen, da die Übernahme von MySQL durch dessen Konkurrenten Oracle dem Wettbewerb schaden könnte.

Oracle verspricht daher, MySQLs Storage-Engine-APIs weiterzuentwickeln, um sicherzustellen, dass MySQL-Nutzer flexibel zwischen Storage-Engines von MySQL und anderen Anbietern wählen können. Die Dokumentation soll auch in Zukunft in der Art ausfallen, wie sie Sun heute anbietet.

Den Zwang, Storage-Engines für MySQL unter die GPL zu stellen, will Oracle aufheben und verspricht, nicht gegen entsprechende Anbieter vorzugehen. Auch will Oracle von Anbietern von Storage-Engines nicht den Erwerb kostenpflichtiger MySQL-Lizenzen einfordern. Inhabern von Lizenzverträgen will Oracle anbieten, die Verträge zu gleichen Konditionen zu verlängern, allerdings maximal bis zum 10. Dezember 2014.

Darüber hinaus will sich Oracle verpflichten, MySQL künftig unter der GPL weiterzuentwickeln. Es soll keine neuen kommerziellen MySQL-Versionen geben, ohne dass zeitgleich eine neue Open-Source-Variante erscheint. Einen Zwang zu Supportverträgen soll es ebenfalls nicht geben.

Für die Weiterentwicklung von MySQL will Oracle mehr finanzielle Mittel bereitstellen als Sun dies bislang getan hat.

Spätestens sechs Monate nach der Übernahme soll zudem ein MySQL Customer Advisory Board gegründet werden, um die MySQL-Nutzer bei der künftigen Entwicklung des Systems einzubeziehen. Zugleich soll es ein MySQL Storage Engine Vendor Advisory Board geben, das die MySQL-Partner vertreten soll.

Noch hat die EU-Kommission keine Entscheidung bezüglich der Übernahme verkündet.


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