Nächster Linux-Kernel mit Nouveau
Mit dem Nouveau(öffnet im neuen Fenster)-DRM-Modul hält eine quelloffene Schnittstelle für Grafikkarten mit Nvidia-Chipsatz Einzug in den Linux-Kernel. Der Stack bietet neben den Kernel Mode Settings, die ein sanfteres Umschalten in den Xserver ermöglichen, auch eine Schnittstelle für die 3D-Unterstützung. Nouveau wurde im Rahmen eines Freedesktop.org-Projekts entwickelt und liegt bislang nur der Linux-Distribution Fedora ab Version 11 bei. Canonical hatte jüngst verkündet, den Treiber auch in Ubuntu 10.04 LTS zu verwenden.
Linus Torvalds unterstützt den Einzug des Treibers in den Kernel. Bis vor kurzem hatte ein proprietärer Codeschnipsel, der sogenannte ctx_voodoo Microcode, noch verhindert, Nouveau als komplett quelloffen zu deklarieren. Die Red-Hat-Mitarbeiter und Nouveau-Entwickler David Airlie und Ben Skeggs haben den Microcode nun als Firmware ausgelagert(öffnet im neuen Fenster). Er wird für aktuelle Chipsätze der 6er Geforce-Reihe benötigt.
Zusätzlich soll das Modul sämtliche älteren Grafikchipsätze aus der Nvidia-Schmiede ansprechen, auch solche, für die der proprietäre Treiber keine Unterstützung mehr bietet. Damit die grafische Oberfläche per X.org und Xserver das DRM-Modul verwenden kann, muss noch der entsprechende X.org-Treiber xf86-video-nouveau DDX nachgebessert werden. Außerdem fehlt noch einige 3D-Funktion, die der zukünftige Gallium3D-Treiber(öffnet im neuen Fenster) mitbringen soll. Beide Treiber sollen im Laufe des kommenden Jahres fertig werden.
- Anzeige Hier geht es zu NVIDIA-Grafikkarten bei Alternate Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.