UK: Virgin Media will 1,6 Millionen Kunden überwachen

Musiktausch in Peer-to-Peer-Netzen soll gemessen werden

Virgin Media, einer der größten britischen Internetprovider, wird den Internetverkehr von 1,6 Millionen seiner Kunden in Echtzeit überwachen. Mittels Deep Package Inspection (DPI) soll so der Umfang des illegalen Musiktausches ermittelt werden.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Wie groß ist das Problem des illegalen Filesharings von urheberrechtlich geschützter Musik tatsächlich? Das in den kommenden Monaten herauszufinden hat sich einer der größten britischen Internetprovider vorgenommen. Virgin Media wird zu diesem Zweck den Datenverkehr von rund 40 Prozent seiner Kunden in Echtzeit überwachen, berichtet The Register. Betroffen sind rund 1,6 Millionen der 4 Millionen Virgin-Media-Kunden. Die Untersuchung des Datenverkehrs erfolgt mittels Deep Package Inspection (DPI). Die Systeme dafür liefert Detica, eine Tochter des Rüstungskonzerns BAE Systems. Bei dieser beispiellosen Überwachungsaktion soll die Anonymität der Kunden gewahrt bleiben.

Stellenmarkt
  1. Consultant Digital Transformation (m/w/d) Schwerpunkte IT, Industrie und Engineering
    THOST Projektmanagement GmbH, Freiburg im Breisgau, München, Memmingen, Stuttgart, Mannheim
  2. SAP IS-Retail Berater Job (m/w/x) mit Fokus SAP SD/MM Stammdaten, Konditionen & Aktionen
    über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim
Detailsuche

Das CView-System von Detica "öffnet" alle Datenpakete und typisiert sie. Datenpakete, die den P2P-Protokollen eDonkey, Gnutella oder Bittorrent zugeordnet werden können, werden zur weiteren Untersuchung herangezogen. Zuerst wird aus Datenschutzgründen die IP-Adresse in den Paketen durch eine zufällig erzeugte ID ersetzt. Aus Paketen, die zu einer P2P-Session gehören, wird dann der Inhalt so weit extrahiert, dass daraus ein akustischer Fingerabdruck berechnet werden kann. Dieser Fingerabdruck wird danach mit einer Datenbank von Fingerabdrücken urheberrechtlich geschützter Musikstücke abgeglichen. Auf diese Weise sollen geschützte und ungeschützte Musikstücke hinreichend zuverlässig unterschieden werden können.

Die Untersuchung soll über mehrere Monate laufen. Anhand der gefundenen Fingerabdrücke sollen anschließend umfangreiche Statistiken über den Umfang des illegalen Musiktausches erstellt werden. Die Ergebnisse könnten dann beispielsweise im Rahmen des neuen Digital-Britain-Gesetzes dazu verwendet werden, die vorgesehenen technischen Maßnahmen gegen Filesharer zu realisieren. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


mmm123 16. Dez 2009

Würde mich nicht wundern! Aber bringen tut's nicht viel. Archivdateien, Containerformate...

Jakelandiar 14. Dez 2009

Dann hast du einfach nur eine scheiß Quelle :-) Muss dich da leider enttäuschen aber ich...

spanther 11. Dez 2009

Bin immer ehrlich! :) Hätte ja auch nichts davon, absichtlich Dinge zu verdrehen und...

nicoledos 11. Dez 2009

Wie DPI funktioniert: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/1408271.htm http...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /