MSI: Spielen mit AMD- und Nvidia-Grafikkarten gleichzeitig
MSIs Big-Bang-Mainboard Fuzion (MS-7582) mit P55-Chipsatz für Intels Core-i7/5-CPUs mit Lynnfield-Kern liegt bei HardOCP als Testmuster(öffnet im neuen Fenster) vor. Das Mainboard hat es in sich, denn es ist in der Lage, Grafikkarten verschiedener GPU-Hersteller zu koppeln. Die Technik dafür kommt von Lucid(öffnet im neuen Fenster) und nennt sich Hydra Engine. Erste Produkte hat Lucid schon vor mehr als einem Jahr angekündigt.
Die Hydra-Engine arbeitet aber nicht ohne Einschränkungen, wie HardOCP bereits anhand des Musters erkennen konnte. So beschränkt sich die Multi-GPU-Unterstützung derzeit auf Nvidias G90 und G200 GPU in Verbindung mit AMDs Radeon-4000-Serie. Diese X-Mode genannte Kombination lässt sich zudem nicht in allen Spielen nutzen. Mit dem Hydra-Treiber 1.3.105 funktioniert der X-Mode nur in fünf Spielen: Batman Arkham Asylum, Call of Duty 4, Call of Duty – World at War, Fear 2 und Operation Flashpoint Dragon Rising. Außerdem werden 3DMark Vantage und 3DMark 06 offiziell unterstützt. Des Weiteren ist Windows 7 zwingend Voraussetzung. Lucid spricht auf seiner eigenen Webseite noch von einer Unterstützung von Windows Vista. Möglicherweise wird diese nachgereicht.
Wer andere Spiele mit zwei Grafikkarten nutzen möchte, muss das im A-Mode (zwei AMD-Karten) oder N-Mode (zwei Nvidia-Karten) tun. Auf dem Mainboard sind insgesamt drei PEG-Slots zu erkennen. Das lässt darauf schließen, dass hier etwas Flexibilität vorhanden ist. Gegenüber den Kopplungen per SLI (Nvidia) oder Crossfire (AMD) lassen sich mit dem Lucid-Chip auch GPUs aus verschiedenen Familien gemeinsam nutzen. Die GPU-Hersteller sehen hier in der Regel nur einen Verbund in derselben Reihe vor. Aktuell läuft beispielsweise eine Radeon HD 5870 nicht mit einer 5770 per Crossfire.
MSI Deutschland wollte auf Nachfrage nicht viel zu dem Mainboard sagen. Nur dass daran noch getestet wird, bestätigte die Firma. Einen Termin für die Markteinführung und einen verbindlichen Preis gibt es folglich nicht. Schon High-End-Boards mit P55-Chipsatz ohne den Lucid-Bausteine kosten derzeit aber leicht über 200 Euro, das Fuzion dürfte kaum günstiger werden.
Weitere, allerdings noch auf unbestätigten Aussagen beruhende Informationen zu dem Mainboard gibt es bei pcper.com(öffnet im neuen Fenster). Dort heißt es unter anderem, dass eine dritte GPU erst mit einem späteren Treiberupdate mitgenutzt werden kann.
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