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Myspace übernimmt Imeem und schaltet es ab

Twt.fm hängt in der Luft. Myspace hat nach der Übernahme des Social-Media-Dienstes Imeem die Plattform abgeschaltet. Betroffen ist auch Twt.fm, eine API-Plattform, die es ermöglichte, Songausschnitte zu twittern, die dann über den Twitter-Stream abrufbar waren.
/ Achim Sawall
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Myspace hat wie erwartet den Social-Media-Dienst Imeem übernommen. Doch zum Ärger der Nutzer wurde Imeem abgeschaltet, die Besucher wurden auf Myspace Music umgeleitet. Vieles deutet darauf hin, dass der Zukauf hauptsächlich dazu diente, einen Konkurrenten loszuwerden.

"In den kommenden Wochen wird unser Team so schnell wie möglich daran arbeiten, Aspekte von Imeem, die die Nutzer mögen, für Myspace Music zu übernehmen" , so Myspace-Chef Owen Van Natta(öffnet im neuen Fenster) . "Wir beginnen diesen Übergang schon heute, indem wir Imeem-Nutzer auf Myspace Music umleiten, wo sie ihre Lieblingsmusik entdecken können. So schnell wie möglich arbeiten wir daran, die Imeem-Wiedergabelisten auf Myspace Music anzubieten." Während der Übergangsperiode seien die Imeem-Nutzer eingeladen, sich den Katalog von Myspace Music mit seinen "voll lizenzierten Titeln" anzusehen.

Betroffen von der Abschaltung ist auch Twt.fm, eine API-Plattform, die es ermöglichte, Songausschnitte zu twittern, die dann über den Twitter-Stream abrufbar waren. Dazu musste der Name der Interpreten und der Songtitel zusammen mit dem Twitter-Nutzernamen eingegeben werden. Twt.fm hat 1,5 Millionen Anhänger.

Imeem, ein Start-up aus San Francisco, war 2003 von früheren Napster-Beschäftigten gegründet worden. Die Nutzer laden Musik und Musikvideos hoch, die sich dann als Stream abrufen lassen. 2007 hatte Imeem Verträge mit den vier großen Musiklabels in den USA geschlossen, die gegen eine Werbeumsatzbeteiligung ihre Songkataloge für die Plattform freigaben.

Doch anders als beim Zukauf von iLike, deren Führungsriege Myspace übernommen hatte, bekamen vom Imeem-Team nur vier Topmanager, darunter Firmenchef Dalton Caldwell und Technikleiter Brian Berg, einen Beratervertrag für die Übergangsphase.


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