Silkypix 4.0 - Bildverarbeitung mit Rezepten

Individuelle Entwicklungseinstellungen auf Knopfdruck anrufen

Franzis hat den Foto-Rohdaten-Konverter Silkypix Developer Studio in Version 4.0 in deutscher Sprache vorgestellt. Das Programm unterstützt Mehrkernprozessoren und kann favorisierte Entwicklungseinstellungen speichern und auf Knopfdruck auf andere Bilder anwenden.

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Das Programm ist vornehmlich für Rohdaten von Digitalkameras gedacht, kann aber auch JPEGs und Tiffs öffnen. Silkypix verarbeitet in der neuen Version nun auch Metadaten, die in diesen Dateien enthalten sind. Außerdem unterstützt das Programm jetzt beim Drucken ICC-Farbprofile.

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Mit elf vorgegebenen Entwicklungseinstellungen wie Fein, Neutral und Portrait kann der Anwender eine ganze Rezeptur von Bildparametern mit einem Klick auf das aktuelle Bild oder eine Bilderserie anwenden. Darüber hinaus können solche Bildrezepte auch selbst angelegt werden. Das ist zum Beispiel praktisch, wenn der Weißabgleich einer Porträtbildserie verändert, Hautfarben hervorgehoben und die Schärfe dezent erhöht werden soll.

Bildprobleme wie stürzende Linien oder schief aufgenommene Fotos müssen von Hand korrigiert werden. Silkypix Developer Studio besitzt neben einem Linienwerkzeug zum Geradeziehen auch noch Hilfslinien, die beim Drehen und bei der Korrektur stürzender Linien eingeblendet werden. Leider muss die Korrektur von Hand vorgenommen werden - eine automatische Änderung, wie sie die Freeware ShiftN seit Jahren beherrscht, fehlt in Rohdatenkonvertern bislang.

Silkypix Developer Studio beherrscht alle üblichen Parameter wie Belichtung, Weißabgleich, Farbsättigung und Schärfe und kann Objektivfehler wie chromatische Aberrationen, Randabschattungen und Verzeichnungen ausgleichen. Wer will, legt hier für jedes Objektiv ein Rezept an und kann es dann als "Vorliebe" speichern. Die automatischen Bildkorrekturen sind wie bei jedem Programm mit Vorsicht zu genießen und schießen gerne einmal über das Ziel hinaus.

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Der Leuchttisch ermöglicht nicht nur das schnelle Sichten und Auswählen der Bilder, sondern bietet zudem Funktionen wie Markieren und Dateioperationen an, mit denen Fotos kopiert, verschoben und gelöscht werden können.

Die restlichen Änderungen sind vornehmlich Detailverbesserungen: Wer die Rohdatenbilder nicht als JPEGs, sondern als TIFs ausgeben will, kann nun den verlustfreien LZW-Kompressions-Algorithmus verwenden. Im Gradationskurven-Dialogfeld wird das RGB-Histogramm angezeigt und beim Beschneiden von Fotos kann das Seitenverhältnis des Druckers berücksichtigt werden. Zudem scrollt der Leuchttisch, auf dem Voransichten der Fotos in Form von Miniaturen angezeigt werden, jetzt flüssiger.

Silkypix Developer Studio 4.0 belässt die Originalrohdaten in ihrem Urzustand und arbeitet mit Kopien. Die Downloadversion des Programms für XP, Vista und Windows 7 kostet 119 Euro, für 20 Euro mehr gibt es eine Boxversion. Während die Windows-Variante Mitte Dezember 2009 erscheint, soll das Programm für Mac-Nutzer erst im Januar 2010 erscheinen. Das Update von der Vorgängerversion kostet rund 80 Euro.

Eine kostenlose Testversion für 30 Tage steht zum Download bereit.

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