Online-Backup-Dienst Zoogmo gibt auf

Backuplösungen, die auf die Onlinespeicherung der Daten setzen, haben viele Vorteile, doch was passiert, wenn der Anbieter seine Dienste einstellt? Für Nutzer des Dienstes Zoogmo wird diese Frage nun essenziell wichtig. Denn zum 31. Dezember 2009 wird Zoogmo geschlossen.
Zoogmo basierte auf einer recht ungewöhnlichen Methode, die Daten der Nutzer zu speichern. Statt zentral im Rechenzentrum des Anbieters wurden bei Zoogmo die Daten auf den Rechnern anderer Nutzer verschlüsselt gespeichert. Der Datenaustausch wurde über ein kleines Programm gesteuert, das das Backup anfertigte und übertrug.
Der Nutzer konnte sich aussuchen, auf welche Rechner seine Sicherungskopien gespeichert wurden - wie bei einem Instant Messenger konnte er teilnehmende Freunde und Bekannte in einer Liste auswählen, auf deren Rechnern das Backup gespeichert werden soll. Durch die Verschlüsselung konnten die Anwender nicht sehen, was auf ihren Rechnern gespeichert wurde.
Dieses Peer-to-Peer-Konzept ging offensichtlich für Zoogmo nicht auf. Grundsätzlich können diese Systeme nur funktionieren, wenn sie schnell eine große Zahl von Nutzern gewinnen, die ihre Bandbreite und in diesem Fall auch ihren Speicherplatz zur Verfügung stellen.
Zoogmo empfielt den Wechsel zum Online-Backup-Anbieter Mozy, der ein Tochterunternehmen des Speicherexperten EMC ist. Mozy stellt eine kleine Software zur Verfügung, die nach einem vorher festgelegtem Plan kontinuierlich Daten vom Desktop des Anwenders auf die Server von Mozy sichert. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert. Für ein Grundvolumen von 2 GByte verlangt Mozy von Privatanwendern keine Gebühr - höhere Datenmengen schlagen hingegen mit einer monatlichen Gebühr zu Buche.
Darüber hinaus gibt es weitere Onlinedienste, die ein Backup anfertigen, darunter Carbonite und Zmanda .



