EU stellt Studie zur vernetzten Zukunft vor
Der europäische Ableger des US-Think-Tanks RAND hat für die EU-Kommission einen Blick in die Zukunft geworfen. Im Rahmen der Studie " Trends in connectivity technologies and their socioeconomic impacts: Policy Options for the Ubiquitous Internet Society(öffnet im neuen Fenster) " haben die RAND-Forscher unter anderem untersucht, welche Rolle der Schutz der Privatsphäre, die Zuteilung von Bandbreite und die Weiterentwicklung der Internetarchitektur auf dem Weg in eine "immer vernetzte Gesellschaft" des Jahres 2020 spielen. Die EU will die Ergebnisse zur Formulierung einer Nachfolgeagenda für das auslaufende i2010-Programm verwenden.
Als die vier wichtigsten technologischen Trends wurden in der Studie identifiziert: (1) Die heute zum Teil noch sehr unterschiedlichen Kommunikationsinfrastrukturen werden zu einer einheitlichen Plattform konvergieren und den Internetzugang unabhängig von "spezifischen Orten, Geräten, Programmen usw." machen. (2) Datenverarbeitung und -speicherung werden zu Infrastrukturangeboten "wie Wasser, Strom, Gas usw." werden. (3) Die zunehmende "Mensch-Computer-Konvergenz [...] wird die Zwei-Wege-Partnerschaft zwischen sozialen und technologischen Systemen stark verbessern" . (4) Durch Web-3.0-Technologien wie das semantische Web wird das Internet "zu einem intelligenten Akteur werden" .
Den Weg in die dergestalt vernetzte Zukunft soll eine Reihe von politischen Maßnahmen ebnen. Zu diesen Maßnahmen gehören laut Studie: ein Technologieansatz der "Offenheit" , Wettbewerb unter den Unternehmen, ein kooperativer Public-Private-Ansatz zur Entwicklung von Standards und Innovationen sowie schließlich eine leistungsfähige staatliche Aufsicht "im Verbund mit Selbstregulierungsgremien" . [von Robert A. Gehring]



