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BSI und Eco wollen gegen Botnetze vorgehen

Nutzer erhalten Hilfe bei der Entfernung von Schadsoftware. Die Zahl der mit Malware infizierten Rechner (Bots) in Deutschland soll reduziert werden, haben sich das BSI und der Providerverband Eco auf die Fahnen geschrieben. Nutzer, deren Rechner als Bots identifiziert werden, sollen gezielt angegangen werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Nutzer, deren Rechner als Teil eines Botnetzes identifiziert werden, sollen künftig auf eine Website umgeleitet werden, die ihnen Hilfestellungen und Werkzeuge zum Entfernen der Malware bereitstellt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Eco-Verband kündigten dieses Vorgehen im Rahmen des IT-Gipfels an.

Die Provider wollen in Zukunft professionelle Unterstützung bieten, um Schadprogramme von den Rechnern ihrer Kunden zu entfernen. Dazu richten Eco und BSI ein providerübergreifendes Beratungszentrum mit telefonischer Unterstützung ein. Der Provider kann dem Kunden zudem einen Zugangscode für die telefonische Unterstützung mitteilen. Dort werden Antivirenspezialisten mit dem Kunden den Schädling aufspüren und entfernen.

"Mit dem Projekt entziehen wir den Cyberkriminellen den Boden" , zeigt sich Eco-Chef Michael Rotert überzeugt. Derzeit rangiert Deutschland bei der Anzahl der infizierten Rechner international auf Platz drei. Ziel der Initiative ist es, "Deutschland mittelfristig aus den Top 10 der Länder, von denen schädliche Onlineaktivitäten ausgehen, herauszubringen" , sagt Sven Karge, Fachbereichsleiter Content bei eco.


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