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Seagate Pulsar: SSD mit SLC-Flash für Server

2,5-Zoll-Laufwerk mit 3-GBit-SATA. Nach jahrelangen Ankündigungen bringt Seagate nun seine erste SSD-Serie namens "Pulsar" auf den Markt. Die Laufwerke mit 50 bis 200 GByte Kapazität sind aus teuren Single-Level-Cells(öffnet im neuen Fenster) gebaut und folglich auch beim Schreiben schnell.
/ Nico Ernst
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Das größte Modell der Pulsar-Serie(öffnet im neuen Fenster), die STST9200011FS mit 200 GByte, soll kontinuierliche Schreibraten von 160 MByte pro Sekunde erreichen, bei theoretischen Tests mit dem Programm IOMeter(öffnet im neuen Fenster) sogar 220 MByte/s. Sie liegt damit auf dem Niveau von anderen SLC-SSDs wie denen von Intel oder Samsung. Beim Lesen kommt das Gerät laut Seagate auf bis zu 240 MByte/s, die es auch dauerhaft erreichen soll. Sehr viel schneller geht es per 3-GBit-SATA nicht.

Diese hohen Leseraten sollen auch die beiden kleineren Modelle, die ST9100011FS mit 100 GByte und die ST950011FS mit 50 GByte, erreichen. Ihre Schreibgeschwindigkeit halbiert sich jedoch jeweils mit der Kapazität. Seagate gibt für das 100-GByte-Laufwerk noch kontinuierliche 80 MByte/s und für die 50-GByte-SSD nur 40 MByte/s an. Gegenüber günstigeren MLC-SSDs bleibt da als Vorteil vor allem noch die höhere Lebensdauer der SLC-Bausteine.

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Dazu kommen aber noch die IOPS, die beim dauerhaften Lesen mit den neuen Seagate-SSDs bei allen drei Modellen bei 30.000 liegen sollen. Beim Schreiben ergeben sich für die drei Geräte jeweils 10.500, 5.300 und 2.600 IOPS. All diese Werte sprechen dafür, dass Seagate bei den kleineren Laufwerken schlicht jeweils die Hälfte der Flash-Chips samt der zugehörigen Kanäle des Controllers verbaut hat. Von wem dieser Baustein stammt, gibt Seagate bisher nicht an. Die Konkurrenten Intel und Samsung setzten jeweils auf selbst entworfene Chips.

Dem Datenblatt (PDF(öffnet im neuen Fenster)) von Seagate zufolge beherrschen die SSDs den ATA-Befehl "TRIM", welcher die Effekte der internen Fragmentierung von SSDs lindern soll. Bei früheren SSDs, vor allem denen von Intel, war aufgefallen, dass Schreib- und auch Leseraten stark einbrachen, wenn die Kapazität fast ausgeschöpft war. Anbieter wie Intel und Kingston empfehlen daher inzwischen, auf SSDs ohne TRIM-Unterstützung stets einen unpartitionierten Bereich von 10 bis 15 Prozent frei zu lassen. TRIM muss aber auch vom Betriebssystem unterstützt werden, was bisher unter anderem bei Windows 7 und Linux der Fall ist.

Nach eigenen Angaben liefert Seagate die Pulsar-SSDs bereits seit September 2009 in Musterstückzahlen an Serverhersteller aus, nun sollen sie generell zur Verfügung stehen. Preise gibt das Unternehmen nicht an, weil die Laufwerke nur an PC-Anbieter verkauft werden sollen.

Seagate hatte erstmals 2007 angekündigt, im folgenden Jahr SSDs anbieten zu wollen. Ende 2008 wurde dies dann auf 2009 verschoben, was nun noch knapp eingehalten wurde. Das Unternehmen zitiert in seiner Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) der Pulsar-SSDs Marktforschungen von Gartner, nach denen sich der weltweite Umsatz mit SSDs für Unternehmen im Jahr 2010 auf eine Milliarde US-Dollar verdoppeln soll.


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