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Hammerhead - Embedded-Linux-System mit Touchscreen und PoE

Verschiedene Entwicklerpakete lieferbar. Mit "Hammerhead" stellte die schweizerische Miromico AG eine neue Embedded-Linux-Plattform vor. Die zugehörigen Entwicklerpakete enthalten ein Hammerhead-Mainboard, das auch über Power-over-Ethernet (PoE) mit Energie versorgt werden kann und mit einem Touchscreen geliefert wird.
/ Christian Klaß
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Mit der Hammerhead-Plattform(öffnet im neuen Fenster) sollen sich etwa Point-of-Sale-Terminals, Netzwerkkameras und Systeme zur Video- oder Prozessüberwachung entwickeln lassen. Miromico verspricht, die Hammerhead-Plattform fortlaufend um neue Komponenten zu erweitern.

Auf dem 100 x 78 qmm großen Hammerhead-Basisboard verrichtet Atmels 32-Bit-Mikrocontroller AVR32 zusammen mit Alteras FPGA EP3C40 Cyclone III seinen Dienst. Dem AVR32 stehen 64 MByte SDRAM und 8 MByte NAND-Flash zur Verfügung, dem FPGA bis zu 2x 1 GBit DDR-2-SDRAM. Über einen MicroSD-Card-Slot können bis zu 32 GByte Flashspeicher nachgerüstet werden.

Das Basisboard kann über das mitgelieferte 12-Volt-Steckernetzteil oder Ethernetkabel (Power over Ethernet, PoE) mit Strom versorgt werden. Neben einer 10/100-MBit-Ethernet-Schnittstelle verfügt Hammerhead über USB, eine serielle Schnittstelle mit RS-232-Transceiver und Videodecoder für Composite und S-Video (Y/C).

Die Bildausgabe und Steuerung kann über einen 3,5-Zoll-Touchscreen mit 320 x 240 Bildpunkten bei 24 Bit Farbtiefe erfolgen. Alternativ gibt es auch ein QVGA-Farb-OLED-Display, das einem der beiden Entwicklerkits(öffnet im neuen Fenster) beiliegt.

Erweiterungsboards und Linux

Dazu kommen die zwei Erweiterungsboards Corona und Bigeye. Über sie kommen Soundausgabe, TFT-LCD- und Touchscreen-Controller, Cinch-Videoeingang, Echtzeituhr und weitere Schnittstellen hinzu, etwa zum Prototyping. Über den FPGA lassen sich zusätzliche Schnittstellen implementieren, beispielsweise Firewire.

Der Bootloader U Boot sowie ein komplettes Linux-System sind im Flashspeicher des Hammerhead-Basisboards vorinstalliert. Alle Komponenten der Hammerhead-Plattform werden durch quelloffene Linux-Treiber unterstützt.

Eine DVD-ROM mit angepassten Versionen der Entwicklungssysteme Buildroot und Openembedded liegt bei. Ein Tutorial soll anhand von verschiedenen QT­Embedded-basierten Beispielprogrammen die Nutzung von Grafikdisplay, Touchscreen, Tastatur, Maus, MicroSD-Karte und USB-Host demonstrieren.

Das Hammerhead Entwickler Kit HEK1 kostet inklusive Basisboard, Corona-Board, Touchscreen und Netzteil 1.452,60 Schweizer Franken. Das Video Entwickler Kit besteht aus Basisboard, Bigeye-Board und OLED und kostet 931,82 Schweizer Franken. Das Hammerhead-Basisboard kostet einzeln 826,37 Schweizer Franken.


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