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BMW verliert Glauben an den Wasserstoffantrieb

Die Bundesregierung diskutiert bereits eine "Kaufanreizprämie". Sie könnte Thema auf dem für Februar geplanten Elektro-Gipfel sein. Bis dahin soll auch eine Geschäftsstelle Elektromobilität eingerichtet werden, die die Vergabe der im Konjunkturpaket beschlossenen 500 Millionen Euro Fördermittel koordinieren wird. Dabei geht es auch um die Frage, ob der Bund künftig verstärkt die H- oder die E-Technik fördert.

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Der BMW-Konzern konzentriert derweil seine Entwicklungsarbeiten auf energieeffiziente Antriebe. Die Verbesserung der Verbrennungsmotoren und die Entwicklung alternativer Antriebe soll Vorfahrt haben. Dabei ist die Konzentration auf den Klimaschutz auch das Ergebnis knapper Ressourcen. "Wir haben uns klare Profitabilitätsziele gesetzt", sagte BMW-Entwicklungschef Draeger. "Dazu gehören auch effiziente Prozesse in Forschung und Entwicklung".

Die Einschnitte im Entwicklungsbereich sind die sensibelste Operation in dem laufenden BMW-Sparprogramm. Die Münchener haben sich zum Ziel gesetzt, von 2007 bis 2012 konzernweit sechs Milliarden Euro einzusparen. Das gilt auch für die traditionell aufwendigen Entwicklungsprozesse des Premiumherstellers.

So verlagern die Münchener deutlich mehr Versuche von der Straße in die Prüfstände und entwickeln mehr am Computer. Zum anderen fährt BMW technisch aufwendige, aber wenig erfolgversprechende Projekte zurück. So wird die Entwicklung der Wasserstoffverbrennungsmotoren zunächst auf Eis gelegt. "Es wird vorerst keine neue Wasserstofftestflotte geben", betont Draeger. "Wir arbeiten aber weiter an der Option".

Die Spareffekte sind erheblich: 2008 sank das Entwicklungsbudget um 8,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, die Forschungs- und Entwicklungsquote ging von 6,5 auf 5,4 Prozent zurück. Auch im laufenden Jahr wird gespart. Für Draeger ist die Untergrenze aber in Sicht: "Ich denke nicht, dass die Quote unter fünf Prozent sinken wird."

BMW-Entwicklungschef Draeger steht wie die gesamte Branche vor dem gleichen Dilemma. Die Autohersteller müssen immer höhere Entwicklungsleistungen für den Klimaschutz aus immer geringeren Margen des laufenden Geschäfts finanzieren. Die EU verlangt, dass ab dem Jahr 2015 der Durchschnittsausstoß der Neuwagenflotte auf 130 Gramm sinkt, sonst drohen hohe Strafzahlungen. 2020 müssen die Hersteller sogar einen Wert von 95 Gramm schaffen.

Bislang liegt BMW gut im Rennen. Mit 160 Gramm lag die BMW-Flotte 2008 besser als VW (166), Audi (176) und Mercedes (188 Gramm). "BMW ist uns noch ein Stück voraus", sagte ein führender Daimler-Manager dem Handelsblatt.

Die Münchener wollen ihren Vorsprung bei den Verbrennungsmotoren auf die Konkurrenz halten. "Einsparungen von 15 bis 20 Prozent sind noch möglich", sagt BMW-Entwicklungschef Draeger mit Blick auf die heutigen Motorengenerationen. "Die EU-Klimaziele bis 2015 sind so zu schaffen".

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UTHER 08. Dez 2009

Zitat: "einfach ohne zu Blinken und in den Rückspiegel zu schauen einfach mal raus ziehen...

kritiker_ 08. Dez 2009

/applause endlich mal jemand mit vernunft. genau wie in dem beispiel des lcd-tv wirds...

roflcopterinc_ 08. Dez 2009

"bmw - einer von emotionen geprägten premiummarke -" ymmd

Ritter von NI 08. Dez 2009

Hach ja, du glaubs auch, die vollen Wasserstofftanks wachsen auf Bäumen, oder? Reiner...

Mr.Gain 08. Dez 2009

Daher ist es wichtig, die Forschung voran zu bringen. Heute wird bei weitem weniger...


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