Novell weitet seine Verluste aus
Novells Verluste sind im abgelaufenen vierten Finanzquartal wegen einer hohen Abschreibung stark gestiegen. Der Hersteller von Linux- und IT-Management-Software erzielte einen Verlust von 255,7 Millionen US-Dollar (74 Cent pro Aktie) nach einem Minus von 16,3 Millionen US-Dollar (5 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Umsatz fiel um 12 Prozent auf 215,6 Millionen US-Dollar. Die Analysten hatten einen Erlös von 216 Millionen US-Dollar erwartet.
Der Umsatz mit Linux-Software stieg jedoch um 14 Prozent: Der Umsatz im Bereich Open Platform Solutions lag bei 41 Millionen US-Dollar, davon kamen 39 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von Linux-Plattform-Produkten.
In der Sparte Identity und Security Management setzte Novell 32 Millionen US-Dollar um, ein Rückgang um 14 Prozent im Jahresvergleich. Der Produktumsatz mit Systems- und Resource-Management-Produkten sackte um 10 Prozent auf 40 Millionen US-Dollar. Workgroup-Produkte brachten mit 78 Millionen US-Dollar 15 Prozent weniger Umsatz ein.
Vor Sonderposten, darunter 279 Millionen US-Dollar für Wertminderungen, erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 38 Millionen US-Dollar (11 Cent pro Aktie). Auf der Grundlage hatten die Analysten einen Gewinn von nur 7 Cent pro Aktie prognostiziert.
Im Gesamtjahr erwirtschaftete Novell damit einen Verlust von 212,7 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr lag der Verlust bei 8,7 Millionen US-Dollar.
Im laufenden neuen Geschäftsquartal erwartete Novell einen Umsatz von 200 Millionen US-Dollar bis 210 Millionen US-Dollar. Die Analystenschätzungen von 214,2 Millionen US-Dollar wurden damit überboten.



