Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Skiff bringt Printprodukte auf mobile Endgeräte

US-Verleger Hearst will Amazon Konkurrenz machen. Der US-Verlag Hearst hat einen Dienst eingerichtet, um Zeitschriften und Zeitungen auf E-Book-Reader und andere mobile Endgeräte zu bringen. Er firmiert unter dem Namen Skiff und soll im Laufe des kommenden Jahres an den Start gehen.
/ Werner Pluta
4 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

E-Book-Reader und Smartphones werden zunehmend interessant als Lesegeräte für aktuelle Medien wie Zeitungen und Zeitschriften. Der Verlag Hearst hat eine Plattform mit dem Namen Skiff(öffnet im neuen Fenster) angekündigt, über die Verlage ihre Printprodukte auf die verschiedenen mobilen Geräte bringen können.

Anpassen für mobile Geräte

Ziel ist, digitale Ausgaben von Zeitschriften und Zeitungen für unterschiedliche mobile Geräte wie Smartphones, E-Book-Reader oder Netbooks anzupassen. Dabei sollen die digitalen Ausgaben vom Layout her den gedruckten ähneln und ebenso wie diese illustriert sein. Die über Skiff vertriebenen Magazine bieten zudem wie Printtitel die Möglichkeit zur Werbung. Bisher sind die gestalterischen Möglichkeiten für die digitalen Ausgaben eingeschränkt.

Hearst will über das Angebot nicht nur seine eigenen Produkte anbieten. Die Plattform soll auch anderen Verlagen offenstehen. Unklar ist, ob Skiff in Zusammenhang steht mit dem kürzlich bekanntgewordenen Projekt zur Entwicklung eines Onlinekiosks für digitale Zeitschriften , an dem Hearst beteiligt ist. Dieses Projekt soll nach Informationen des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) in der kommenden Woche bekanntgegeben werden.

Alternative zu Amazon

Hearst will mit Skiff eine Alternative zu Amazons Kindle-Shop anbieten: Viele Verleger sind nicht damit einverstanden, dass Amazon ihnen relativ wenig Gestaltungspielraum einräumt. "Skiff will den Verlagen die Möglichkeit bieten, über die ganze Wertschöpfungskette hinweg teilzuhaben, angefangen bei der Gestaltung der Publikation über den Verkauf von Werbung bis hin zur Pflege der Kundenbeziehungen", sagte Kenneth Bronfin, Chef von Hearst Interactive Media. Damit könnten sie ihre wirtschaftlichen Geschicke besser kontrollieren.

Skiff soll zudem selbst einen E-Book-Reader entwickeln. Partner ist der US-Chiphersteller Marvell. Mobilfunkpartner wird der Netzbetreiber Sprint.

Hearst Interactive Media ist ein Investmentunternehmen, über das Hearst in digitale Medienunternehmen investiert. Eines der Unternehmen, die Hearst Interactive Media gefördert hat, war E-Ink, das die Displays für die meisten E-Book-Reader liefert.


Relevante Themen