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Früherer Polaroid-Eigner zu 30 Jahren Haft verurteilt

Petters soll bis 3,65 Milliarden Dollar ergaunert haben. Der ehemalige Eigner von Polaroid soll wegen Betrugs mit einem Volumen von 3,65 Milliarden US-Dollar für 30 Jahre ins Gefängnis. Der Skandal führte 2008 zur Insolvenz von Polaroid und zur Zerschlagung des Unternehmens.
/ Achim Sawall
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Tom Petters, der frühere Eigner von Polaroid, ist wegen schweren Betrugs zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der Petters-Group-Gründer war im Oktober 2008 verhaftet worden. Die Anschuldigungen gegen den 52-Jährigen lauteten auf Betrug, E-Mail-Betrug, Geldwäsche und Verschwörung. Ein Geschworenengericht in Minnesota befand Petters in allen 30 Anklagepunkten für schuldig.

Insgesamt hatten die Betrugsfälle, die vor zehn Jahren ihren Anfang nahmen, ein Volumen von 3,65 Milliarden US-Dollar. Petters beteuerte bis zuletzt, unschuldig zu sein. Ein Berufungsverfahren ist wahrscheinlich.

Die Petters Group kaufte den traditionsreichen US-amerikanischen Fotokonzern Polaroid im Jahr 2005 für 426 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen, das im November 2008 das Ende seiner berühmten Polaroid-Sofortbildfilme angekündigt hatte, musste im Dezember 2008 wegen des Milliardenbetrugsverfahrens bei seinem größten Anteilseigner das Insolvenzverfahren beantragen. Im April 2009 erwarb Patriarch Partners Unternehmenswerte wie den Firmennamen und Patente für 59 Millionen US-Dollar von Polaroid.

Nachtrag vom 4. Dezember 2009, 13:09 Uhr:

Weitere Polaroid-Bereiche sollten an die Beteiligungsgesellschaft Genii gehen. Genii gehört zu den Anteilseignern des Druckerherstellers Zink, der zusammen mit Polaroid den Nachfolger der Sofortbildfotografie entwickelte.

Unter der Marke Polaroid werden Drucker, digitale Camcorder, Kameras und LCD-Fernseher angeboten. Polaroids PoGo-Drucker ist mobil einsetzbar und ungefähr so groß wie ein Spielkartenstapel. Er kann nur Papier im Visitenkartenformat nutzen.


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