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Nvidia wird noch dreidimensionaler

Shutterbrille auch für Spielfilme und optimierte Spiele

Das Jahr 2010 wird für Nvidia das Jahr des 3D - und nicht mehr nur der immer schnelleren zweidimensionalen Darstellung von Polygonen. Die Stereoskopietechnik "3D Vision" soll nach Wunsch des Unternehmens nicht mehr nur für PC-Spiele zum Einsatz kommen, sondern auch für Hollywood-Spielfilme.

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Die Kombination aus Shutterbrille, 120-Hertz-Projektor, Infrarotsender und Stereoskopietreiber stand bei Nvidias traditioneller Presseveranstaltung zum Jahresende im Mittelpunkt - genau wie im vergangenen Jahr. Nach der bisher zögerlichen Annahme von 3D Vision, das Nvidia Mitte 2008 vorgestellt hatte, soll 2010 der Siegeszug der Technik beginnen.

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Zwar handelt es sich bei 3D Vision um Stereoskopie mit einer Shutterbrille, allerdings in einer Qualität, die frühere Lösungen wie die legendäre "Elsa Revelator" nicht erreichten. Unter anderem sind 60 Hertz pro Auge geboten, unter guten Lichtverhältnissen ist 3D Vision flimmerfrei. Dafür sind jedoch auch 120-Hertz-Monitore, wie sie zuerst Samsung anbot, oder ebensolche Projektoren notwendig.

In den nächsten Monaten sollen laut Nvidia einige neue Displays und Projektoren erscheinen. Insbesondere die Beamer, die wie auch die 3D-Monitore für 2D-Material genutzt werden können, erscheinen dabei interessant. Sie sollen deutlich weniger als 1.000 Euro kosten und ermöglichen echtes 3D-Heimkino. Als einen Anbieter solcher Beamer nannte Nvidia Acer.

Das 3D-Heimkino ist einer der von der Filmindustrie am meisten forcierten Trends, nachdem die Kinos bereits dafür aufgerüstet werden. Im Zentrum steht dabei die zur IFA im Detail vorgestellte Blu-ray 3D. Auf den neuen Scheiben sind zwei Full-HD-Streams gespeichert, für jedes Auge einer. Bisherige Standalone-Player kommen damit schon deshalb nicht zurecht, weil dafür ein Double-Speed-Laufwerk nötig ist.

Neue Geräte brauchen die Konsumenten für die dreidimensionalen Filme aber ohnehin, weil die größte Anschaffung, das Display oder der Beamer, 3D-tauglich sein muss. Wie sich das auf PC-Hardware auswirkt und welche älteren Geräte 3D-Blu-ray beherrschen, wollte Nvidia noch nicht verraten.

Das Unternehmen führte jedoch bei seiner Veranstaltung in München Ausschnitte aus Hollywood-Streifen in 3D vor, die mit der Shutterbrille aus dem 3D-Vision-Paket mit ähnlich starkem 3D-Effekt wie im Kino zu betrachten waren. Noch im Dezember 2009 soll die dahintersteckende Technik enthüllt werden.

Mit dem großen Startschuss für das 3D-Heimkino ist aber erst zur CES im Januar 2010 zu rechnen. Einige Hersteller greifen dem bereits vor, so kündigte jetzt LG einen 3D-Monitor mit 23 Zoll für PCs mit voller HD-Auflösung an.

Aber auch die Spiele kommen bei Nvidia weiterhin nicht zu kurz. Das Unternehmen zeigte auf einem 3D-Beamer die PC-Version des Spiels "Avatar" zum gleichnamigen James-Cameron-Film. Laut Nvidia ist es eines der ersten Spiele, das voll auf 3D ausgelegt wurde. Statt nur in die Tiefe zu blicken, kommen Objekte und Spielfiguren auch auf den Spieler zu. Das bedingt Nvidia zufolge aber frühe Entscheidungen in der Entwicklung eines Titels, das bloße Hinzufügen eines Fluchtpunktes sei dagegen einfacher und mit fast allen Spielen realisierbar - nur gibt es dann nicht die aus dem 3D-Kino gewohnten Effekte.



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Spades 30. Mai 2010

Als kleine Anmerkung zu dem Thema. Es gibt mittlerweile auch eine Technik ein 3D-Bild...

Yeeeeeeeeha 06. Dez 2009

Jeeessers... das besondere an den genannten 120Hz TFTs ist, dass sie eben 120 mal in der...

3D 2.0 05. Dez 2009

Hä? Ich dachte die drei D's stehen für Dumm, Doof, Dabbisch.

Hotohori 04. Dez 2009

Gute Frage, das selbe Problem wie damals: kaum Jemand hat einen Bildschirm mit genug...

Hotohori 04. Dez 2009

Nunja, ich würde schon eine Brille tragen, wenn diese den leicht und vor allem technisch...


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