Spiele in Massenmedien: Windeln, Waffen und die Super Nanny

Serie von Negativberichten in Massenmedien über Computerspiele

"Heroin aus der Steckdose" steht über einem Artikel, in dem eine Münchner Zeitung auch über windeltragende Onlinerollenspieler berichtet. Auch sonst schreiben erneut viele Massenmedien negativ über Games: Unter anderem hat die Super Nanny auf RTL eine verwahrloste Familie im Bann von World of Warcraft besucht.

Artikel veröffentlicht am ,

"Viele Computerspieler, die gerade eine wichtige Spielepisode zu meistern haben, stellen sich zum Beispiel einen leeren Eimer unter den Tisch oder ziehen eine Windel an, weil sie während des Spiels den Schreibtisch nicht verlassen wollen, um auf die Toilette zu gehen", zitiert das kostenlose Münchner Samstagsblatt unter der Überschrift Heroin aus der Steckdose einen Münchner, der schon seit Jahren mit ähnlichen Thesen und Behauptungen über Spiele durch die Republik tingelt. Der Artikel des bayerischen Gratisblatts ist nur ein Beispiel einer Reihe von Veröffentlichungen in Massenmedien, die sich derzeit mit Computer- und Videospielen beschäftigen - aus Sicht von Gamern sehr einseitig, wie empörte Wortmeldungen in mehreren Foren zeigen.

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Auch RTL beschäftigt sich mit dem Thema Computerspiele und Gesellschaft. In der zuletzt ausgestrahlten Ausgabe der Sendereihe Die Super Nanny - Titel: Spielsucht zerstört Familienleben - vom 2. Dezember 2009 besuchte die TV-Pädagogin eine verwahrloste Familie, deren Eltern offenbar im Bann von World of Warcraft stehen. "Anstatt ihren Kindern Zuwendung zu geben, sitzen Senja und Thomas stundenlang am Computer und zocken", gibt etwa der Trailer eine Szene wieder.

Auch die Stuttgarter Nachrichten beschäftigen sich in einem Artikel über Amokläufe derzeit mit Computerspielen. "Gefährlich allerdings werde es, wenn die Spiele zur Steigerung der Treffsicherheit beim Schusswaffengebrauch und zur emotionalen Distanzierung benutzt würden - kurz, wenn mit ihnen eine reale Tat 'geübt' werde", beschreibt die Zeitung die Meinung eines angeblichen Experten. Immerhin weist der Bericht unter anderem auch darauf hin, dass "alle bisherigen Untersuchungen über Amokläufer" die Hypothese immer wahrscheinlicher machen würden, "'dass diese Täter vorher ein psychiatrisches Problem hatten.'"

Dass es auch anders geht, zeigen ebenfalls die Stuttgarter Nachrichten. Sie haben einen Vertreter vom Verband der Computerspieler sowie die Mutter einer beim Amoklauf in Winnenden getöteten Lehrerin zum Streitgespräch über Ego-Shooter geladen. Dabei kam es offenbar zu vielen gemeinsamen Positionen, etwa über eine Ablehnung von Spieleverboten, die die Rechte von Erwachsenen einschränken würden, sowie zum gemeinsamen Wunsch zur Zusammenarbeit.

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PullMull 25. Dez 2009

Mein Tip: ARTE gucken. da gibt es viel Wissen, Spannung, Humor und manchmal sogar Möpse...

Gast963 09. Dez 2009

hervoragende Idee.... weil eine relative kleine gruppe von verantwortlichen sich solche...

Thomas B. 07. Dez 2009

Jede Menge Credit von Leuten, die nicht alle Achievements haben. Faktisch also nicht...

Trime 05. Dez 2009

Es ist schlimm das es so etwas geben kann, dies als absurd darzustellen wäre...



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