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Stromausfall am LHC

Defekt in einem Kabel legt Rechenzentrum lahm. Dieses Mal war es ein Defekt in einem Kabel: Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider fiel am 2. Dezember 2009 für mehrere Stunden aus. Das Problem konnte jedoch schnell behoben werden. Die supraleitenden Magnete waren nicht betroffen.
/ Werner Pluta
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Beim Large Hadron Collider (LHC) ist es erneut zu einem Problem gekommen: Ein Stromausfall hat einen Teil der Anlage am gestrigen Mittwoch lahmgelegt, berichtet das britische Nachrichtenangebot Register(öffnet im neuen Fenster) .

LHC offline

Betroffen war der Standort Meyrin, wo ein Fehler in einem Stromkabel aufgetreten war. In Meyrin befindet sich auch das Hauptrechenzentrum des Teilchenbeschleunigers, das ebenfalls von dem Ausfall beeinträchtigt war: Das Problem war aufgefallen, als ein Teil der Webpräsenz des LHC nicht erreichbar war.

Der Schaden war schnell behoben: Laut einer Twitter-Nachricht amerikanischer LHC-Wissenschaftler(öffnet im neuen Fenster) war die Stromversorgung am gestrigen Abend wieder hergestellt. Alle Systeme konnten wieder hochgefahren werde. Am Donnerstagmorgen bereitete das Cern-Team nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) bereits wieder Teilchenstrahlen für neue Experimente vor.

Wichtig war, dass die supraleitenden Magnete und deren Kühlsysteme nicht betroffen waren. Ein Schaden an der Verbindung von zwei Magneten , der im September 2008 kurz nach der Inbetriebnahme aufgetreten war, hatte die Anlage für mehr als ein Jahr zum Stillstand gebracht.

Weltrekord in Genf

Am 30. November hatten die Wissenschaftler im LHC einen Weltrekord aufgestellt(öffnet im neuen Fenster) : Sie hatten zwei Teilchenstrahlen auf 1,18 Tera-Elektronenvolt (TeV) beschleunigt. Bis dato lag die Höchstmarke, die im Tevatron, dem Teilchenbeschleuniger des Fermilab in der Nähe Chicagos, aufgestellt wurde, bei 0,98 TeV.

Ausgelegt ist der LHC dafür, dass Teilchenstrahlen mit einer Energie von 7 TeV hindurchgejagt werden können. Zunächst soll er jedoch nur mit halber Kraft betrieben werden, um die Magnete noch nicht voll zu belasten. Wenn keine Probleme an den Magneten auftreten, soll die Energie im Laufe des Jahres 2010 auf 5 TeV erhöht werden. Der Betrieb mit 7 TeV ist erst nach der Winterpause 2010/11 geplant.


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