Apple soll Flashpreise künstlich in den Keller treiben

Vorwürfe von koreanischen Chipherstellern

Aus Korea kommen schwere Vorwürfe gegen Apple. Das Unternehmen soll nach Quellen aus der Chipindustrie die Preise für Flash-Chips manipulieren. Dabei soll der Hersteller von iPod und iPhone höhere Stückzahlen bestellen als letztlich gekauft werden.

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Die Preise von Speicherbausteinen unterliegen einem konstanten Fluss, da die Chips unter anderem von Chip-Brokern wie an einer Börse gehandelt werden. Je nach den Vorbestellungen der Hersteller von Geräten müssen sich die Broker und die Chiphersteller teils Monate im Voraus auf Angebot und Nachfrage einstellen.

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Nach einem Bericht der Tageszeitung Korean Times soll sich Apple diese Mechanismen in einer Form zunutze machen, die anonyme Quellen aus Koreas Chipindustrie dem Blatt gegenüber als "absurd" bezeichnen. So soll das kalifornische Unternehmen hohe Bestellungen bei Chipherstellern aufgeben und dann abwarten, bis aufgrund der Orders die Preise fallen. Wenn Apple dann die Chips tatsächlich kauft, sollen die Stückzahlen weit unter den ersten Bestellungen liegen.

Die Chiphersteller und die Broker sollen dann auf den restlichen Bausteinen sitzenbleiben, die sie aber durch Apples Methoden nur noch zu einem sehr geringen Preis verkaufen können. Ein hochrangiger Mitarbeiter eines IT-Unternehmens sagte der Korean Times: "Man kann Apple ganz sicher vorwerfen, den Zyklus von Angebot und Nachfrage im weltweiten Markt für NAND-Flashspeicher zu verzerren."

Mit Samsung und Hynix sitzen in Korea die Nummern eins und drei der Flashhersteller. Eine andere Quelle sagte gegenüber der Korean Times: "Samsung und Hynix liefern beide Chips an Apple und haben dabei wenig Kontrolle über den Preis und die Stückzahlen. Apples Strategie könnte der Branche schaden".

Apples große Macht über den Markt für Flashbausteine liegt an den enormen Stückzahlen der Chips, die das Unternehmen für seine Verkaufsschlager iPod und iPhone benötigt. Allein im letzten Quartal verkaufte Apple nach eigenen Angaben 10,2 Millionen iPods und 7,4 Millionen iPhones - in jedem der Geräte stecken mehrere Flashchips. Im letzten Quartal eines Jahres liegen die Stückzahlen durch das Weihnachtsgeschäft noch viel höher, so wurden im vierten Quartal 2008 22,7 Millionen iPods verkauft.

Die Vorteile beim Einkauf der Bauteile gibt Apple dabei aber kaum an die Kunden weiter. So liegt aktuell nach den unverbindlichen Preisempfehlungen der Unterschied zwischen einem iPod touch mit 32 oder 64 GByte bei 90 Euro. Einen USB-Stick von Markenherstellern mit 32 GByte gibt es aber bei deutschen Versendern bereits für rund 60 Euro, also 33 Prozent weniger als dieselbe Menge Speicher in einem iPod kostet.

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MrFoo 26. Dez 2009

Ja, aber wenigstens hat Mercedes nicht behauptet, so innovativ gewesen zu sein, das Auto...

FeinAufDasSyste... 26. Dez 2009

Ja, Steve Jobs hat nämlich mit seinen gesegneten Augen gesehen: Aha, 666-MHz-DDR2-RAM...

Irgendjemand 26. Dez 2009

Das mag zwar wahr sein, dennoch ist das offizielle gebashe seitens Apple, das dann auch...

GreenpeaceLachtMit 26. Dez 2009

@ichundsonstniemand: Da Aluminium in der Herstellung ja so verdammt umweltfreundlich ist.

HD user 03. Dez 2009

hey gute Idee :) @sumisu eigentlich war mein Vorschlag nicht wirklich ernst gemeint...


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