Google macht Zugeständnis an Verlage

Verlage können Zugang zu Artikeln über Google News einschränken

Google macht Zugeständnisse an die Verlage. Sie können künftig den Zugang zu ihren Angeboten über Google News einschränken: Nutzer sollen von Google-Seiten aus nur noch fünf Artikel einer Zeitung pro Tag aufrufen können.

Artikel veröffentlicht am ,

Google räumt Zeitungsverlagen die Möglichkeit ein, die Zahl der Artikel, die Nutzer über Google News aufrufen, zu beschränken. Damit kommt Google den Verlegern entgegen, die den Newsaggregator immer wieder kritisieren.

Nur noch fünf Artikel pro Tag

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Google modifiziere sein "First Click Free"-Angebot so, dass nicht registrierte Nutzer am Tag nur noch fünf Artikel aus einer bestimmten Zeitung anklicken können, schreibt Produktmanager Josh Cohen im Google News Blog. Danach werden sie auf eine Seite weitergeleitet, auf der sie sich registrieren oder ein Abonnement abschließen müssen.

Im Rahmen von First Click Free können Nutzer einen Artikel, den sie über Google News oder die Google-Suchmaschine finden, auch dann lesen, wenn er nur für registrierte oder zahlende Nutzer zugänglich ist. Weitere Links können sie auf der Seite jedoch nicht anklicken. Findige Nutzer haben herausgefunden, dass sie beliebig viele Artikel aus beschränkten Angeboten lesen können, wenn sie über Google auf diese Angebote kommen. Künftig könnten Verlage das First-Klick-Free-Programm auf fünf Artikel pro Nutzer am Tag beschränken, erklärt John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google in Zürich, im Webmaster Central Blog.

Zugeständnis an Verlage

Mit der Maßnahme reagiert Google auf wachsende Kritik vieler Verleger. Sie werfen Google vor, über Werbung Geld mit den Inhalten aus ihren Angeboten zu verdienen, ohne davon etwas an die Verlage abzuführen. Rupert Murdoch, Chef des Medienkonzerns News Corporation, hat kürzlich damit gedroht, die Seiten seiner Medien gegen Google und andere Nachrichtenaggregatoren zu sperren. Der Australier erwägt, die Artikel aus seinen Medien, darunter die englische Times und das Wall Street Journal, exklusiv über Microsofts Suchmaschine Bing anzubieten.

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Google verteidigt sich gegen die Vorwürfe der Verleger mit dem Argument, viele Nutzer kämen erst über die Suchmaschine oder den Newsaggregator auf die Medienangebote. Außerdem hätten die Verlage die Möglichkeit, ihre Angebote ganz aus Google herauszunehmen.

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