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SD-Karten: Zusätzlicher Pin für 300 MByte/s

SD-Spezifikation 4.0 soll angeblich im Frühjahr 2010 fertig werden. Mit einem zusätzlichen Pin sollen SD-Karten der nächsten Generation Transferraten von 300 MByte/s erreichen. Dann könnte die Schnittstelle auch den internen Bus von Mobiltelefonen ersetzen, berichtet die japanische Zeitung Nikkei Electronics Asia.
/ Jens Ihlenfeld
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Dem Bericht zufolge soll die SD-Card-Spezifikation in der Version 4.0 im Frühjahr 2010 fertiggestellt werden. Sie sieht nach aktuellem Stand einen zusätzlichen Pin für serielle Datenübertragungen vor, so dass sich mittels Low Voltage Differential Signaling (LVDS) bis zu 300 MByte/s über die Schnittstelle übertragen lassen. In der aktuellen Version 3.0 sind nur 104 MByte/s möglich.

Ähnlich wie bei USB 3.0 soll auch SD 4.0 abwärtskompatibel bleiben. Die Karten behalten äußerlich das gleiche Format, lediglich die Steckverbindung wird erweitert. Das könnte aber auch bedeuten, dass sich SD 4.0 mit ähnlichen Störungen zwischen den Datenleitungen auseinandersetzen muss, wie sie USB 3.0 verzögert haben.

Die neue Übertragungstechnik soll auch für SD Input/Output (SDIO) genutzt werden, worüber sich Erweiterungskarten einbinden lassen. Damit könnte die SD-Schnittstelle künftig auch als interner Bus von Embeddedgeräten zum Einsatz kommen, heißt es in dem Bericht. Die derzeit meistgenutzten internen Bus-Systeme werden der steigenden Datenmenge, die in den Geräten verarbeitet werden muss, künftig nicht mehr gerecht.

Die Alternative MIPI (Mobile Industry Processor Interface), die unter anderem von Nokia propagiert wird, konnte sich bislang nicht durchsetzen, was eine Chance für den SD-Standard eröffnen könnte.

Neben der schnelleren Datenübertragung soll auch die Verschlüsselung der Daten verbessert werden. Hier sollen künftig 128-Bit-Schlüssel mit einer nicht genannten Verschlüsselungstechnik zum Einsatz kommen. Die maximale Speicherkapazität der Karten soll auch in der neuen Version unverändert bei 2 TByte bleiben.


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