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AOL lässt Nachrichten künftig von Software auswählen

AOL-Chef Armstrongs neues Konzept soll Inhalte im Internet revolutionieren

Computer, die Nachrichtenthemen wählen, gekaufte Beiträge und werbeabhängige Honorierung von Texten - so sieht das Konzept für das künftige Webangebot von AOL aus. Auf diese Weise will AOL-Chef Tim Armstrong die Website für Nutzer interessant und für Werbetreibende attraktiv machen.

Artikel veröffentlicht am ,

In der kommenden Woche wird AOL aus dem Medienkonzern Time Warner ausgegliedert und an die Börse gebracht. Um das Angebot künftig für Nutzer und Werbetreibende attraktiv zu machen, setzt AOL-Chef Tim Armstrong auf Inhalte. Die Inhalte, die Armstrong vorschweben, haben allerdings mit unabhängiger Berichterstattung nur bedingt etwas zu tun, berichtet das Wall Street Journal.

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Armstrong schwebt ein völlig neues Modell für die Erstellung von Inhalten vor: So sollen Maschinen statt Redakteuren die Auswahl der Nachrichten treffen. Computer analysieren von AOL gesammelte Daten wie Suchanfragen und Seitenaufrufe und sollen so voraussagen, welche Geschichten, Videos und Fotos Nutzer - und Werbetreibende - anklicken werden. Die Systeme sind so ausgelegt, dass sie die wichtigsten Nachrichten erkennen, aber auch, was der beste Zeitpunkt ist, um über bestimmte Ereignisse wie Sportveranstaltungen oder Feiertage zu berichten.

Auf der Basis dieser Vorhersagen und Empfehlungen sollen die Redakteure über eine Website Aufträge an freie Journalisten vergeben, die diese dann bearbeiten. Derzeit beschäftigt AOL etwa 500 Redakteure, die mit rund 3.000 freien Journalisten zusammenarbeiten. Deren Zahl soll sich über die Website Seed.com erhöhen, bei der sich Freie anmelden können. Die Technik soll auch den Redakteuren weitgehend die Arbeit abnehmen: Ein Text wird durch eine Reihe von Filtern laufen, die prüfen, ob der Inhalt abgeschrieben ist, ob der Text grammatikalisch richtig ist, ob Zeichen- und Rechtschreibfehler oder Schimpfwörter darin enthalten sind. Der Redakteur müsse nur noch die Fakten überprüfen und den Artikel publizieren.

Keine Werbung - kein Honorar

Das Honorar für die Beiträge soll über die Werbung gedeckt werden, die zu einem Text geschaltet wird. Ein Autor könne, so AOL, mehr als 100 US-Dollar für einen Text bekommen, er könne aber auch leer ausgehen. Unter dieser Form der erfolgsabhängigen Honorierung dürfte die Berichterstattung leiden: Wenn nur honoriert wird, was Werbung einbringt, dürfte auf AOL bald die Berichterstattung über Prominente die über Politik oder Wirtschaft ablösen.

Negativ dürfte sich zudem auswirken, dass die Journalisten gehalten sind, mit den Werbetreibenden zusammenzuarbeiten: So sollen auf der AOL-Seite künftig nicht nur journalistische Texte veröffentlicht werden: Werbetreibende bekommen die Möglichkeit, eigene Inhalte auf der Seite zu veröffentlichen. Stellt das System etwa fest, dass die AOL-Nutzer sich für ein bestimmtes Produkt interessieren, kann AOL dem Hersteller oder einem Händler anbieten, einen Artikel über das Produkt auf der Seite zu veröffentlichen, vorausgesetzt, dieser ist bereit, dafür zu bezahlen. Diese Beiträge sollen allerdings entsprechend gekennzeichnet werden.

"Inhalte sind ein Bereich im Internet, deren Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist", sagte AOL-Chef Armstrong der Zeitung. Er glaubt, das neue Konzept von AOL werde diese Bereiche revolutionieren.



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Siga492744297 02. Dez 2009

Die Maschinen gibts doch: news.google.de/.com und die RSS-Feeds auf Wirtschaft und für...

Siga3492747 02. Dez 2009

In der letzten/vorletzten ct ging es um Dateiformate für EReader. Gelesen habe ich es...

lawl 02. Dez 2009

aol existiert noch? o.o *in den ROFLCOPTER steig*


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