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Ausprobiert: Chrome OS, Googles mobiles Linux

Chrome OS im Eigenbau

Eine Vorabversion des neuen Betriebssystems von Google Chrome OS zu erstellen, ist nicht ganz trivial. Die Anleitung auf den Entwicklerseiten des Projekts ist zwar ausführlich, aber über mehrere Webseiten verteilt.

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Zunächst wird empfohlen, die Zusammenstellung unter Ubuntu 9.10 Karmic Koala vorzunehmen, denn viele benötigten Pakete kommen aus dieser Linux-Distribution. Wer eine andere Linux-Distribution verwenden will, etwa unter Opensuse oder Fedora, findet im Chromium-Wiki Tipps dazu. Dort stehen auch die für die Kompilierung unter Ubuntu benötigten Entwicklerpakete sowie ein Bash-Skript, das deren Installation automatisiert, zur Verfügung.

Um frische Quelldateien für Betriebssystem und Browser aus den Repositories zu holen, werden neben dem Paket "git-core" noch die von Google selbst bereitgestellten Depot-Tools benötigt, die im Pfad liegen müssen.

Ist die Entwicklungsumgebung soweit fertig eingerichtet, geht es an den Download des Quellcodes für das Betriebssystem. Es gibt zwei Möglichkeiten, an den Quellcode zu kommen, einmal über ein Git-Repository, in dem die neue Version des Quellcodes liegt, die aber nicht immer funktionieren muss. Die letzte stabile Version führt eher zu einer erfolgreichen Zusammenstellung. Dieses Tar.gz-Archiv liegt ebenfalls auf dem Server des Chrome-OS-Projekts zum Download bereit. Gegenwärtig beträgt die Versionsnummer 0.4.22.8. Dort liegen auch die Binärdateien für den Chrome-Browser, gegenwärtig chromium-chromiumos-r32516.zip. Diese sind bereits für die Verwendung in Chrome OS angepasst.

Die Anleitung im Internet empfiehlt, den Quellcode im Verzeichnis /usr/local/ abzulegen. Der entpackte Chrome-OS-Quellcode gehört zwingend in das Basisverzeichnis "trunk", das zunächst erstellt werden muss. Zu diesem Verzeichnis sollte dann die Verknüpfung "chromiumos" im Benutzerverzeichnis erstellt werden. Dort muss zusätzlich das Unterverzeichnis "src/build/x86/local_assets" angelegt werden, in dem die gepackten Binärdateien des Browsers unter dem Namen chrome-chromeos.zip liegen müssen.

Im Benutzerverzeichnis ~/chromiumos/src/scripts liegen fast alle benötigten Skripte. Die Skripte werden allesamt als normaler Benutzer gestartet. Benötigen interne Befehle Administratorrechte, ruft ein Skript intern "sudo" auf. Mit den heruntergeladenen Quelldateien an der richtigen Stelle wird zunächst mit ./make_local_repo.sh ein lokales Repository angelegt, aus dem später Pakete bezogen werden. Danach wird die Entwicklungsumgebung mit dem Befehl ./make_chroot.sh erstellt. Wer sich später nicht auf die Pakete im lokalen Repository beschränken will, verwendet hier den erweiterten Befehl "/make_chroot.sh --mirror=http://build.chromium.org/buildbot/packages --suite=chromeos_dev".

Nachdem die Entwicklungsumgebung erstellt wurde, wechselt der Befehl ./enter_chroot.sh dorthin. Dieser Befehl verlangt per sudo nach dem Benutzerpasswort. In der Entwicklungsumgebung empfiehlt es sich, einen lokalen Benutzer für Chrome OS zu erstellen. Damit lassen sich dort an der Konsole später Befehle, die sudo benötigen, ausführen. Im Verzeichnis platform/pam_google wird mit dem Befehl ./enable_localaccount.sh der Benutzer eingerichtet, zurück im Skriptverzeichnis mit ./set_shared_user_password.sh sein Passwort gesetzt.

Die Befehle ./build_platform_packages.sh und ./build_kernel.sh erstellen zunächst die Basispakete für Chrome OS und danach den Kernel. Eigene Anpassungen sind nun auch möglich, etwa weitere Pakete zu installieren oder Änderungen in Konfigurationsdateien vorzunehmen. Mit ./build_image.sh wird schließlich ein komplettes Dateisystem-Image erzeugt und die erstellten Chrome-OS-Pakete samt Kernel installiert.

Mit Exit wird die Chroot-Umgebung verlassen. Das Image kann nun wahlweise nochmals per Mount-Befehl eingebunden werden, um dort weitere Anpassungen vorzunehmen oder per ./image_to_usb.sh --to=/dev/USBKEYDEV auf einen USB-Stick transferiert werden.

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Runkelrübe 02. Dez 2009

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Runkelrübe 02. Dez 2009

Aber genau solche Gedanken sind wichtig um zu beurteilen, ob es ein Fortschritt ist und...

Thomas B. 02. Dez 2009

Und wozu braucht jemand, der auf seinem Rechner E-Mails liest, Fotos verwaltet, Spiele...

Bitkipper 02. Dez 2009

[..] Sicher, das stimmt schon. Nicht Debian, aber ein Ubuntu. Aber wenn Chrome OS mehr...

IceRa 02. Dez 2009

[++] Jup, ganz genau! Und wem haben wir das zu verdanken? Den uns selbst auferlegten...


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