Musikindustrie feiert Schlag gegen "CD-Mafia"
In einer bisher nur per E-Mail verbreiteten Presseerklärung feiert der "Bundesverband Musikindustrie" (BVMI(öffnet im neuen Fenster)) eine von der Staatsanwaltschaft Essen durchgeführte Hausdurchsuchung als "Schlag gegen CD-Mafia". Bei den Ermittlungen behilflich war wieder einmal die umstrittene Promedia GmbH(öffnet im neuen Fenster), die im Auftrag des BVMI unter anderem nach Urheberrechtsverletzungen sucht.
Laut BVMI wurden bei der Durchsuchung knapp 50.000 "professionelle CD-Raubkopien" sowie 200.000 CD-Einleger beschlagnahmt. Dabei hätten die Beamten eine gut ausgestattete Fälscherwerkstatt vorgefunden, in der nicht nur mehrere PCs und Brenner, sondern auch "vier Profi-Hochleistungsdrucker zum Bedrucken von CDs" beschlagnahmt worden seien.
Der Beschuldigte soll dem Verband zufolge "durch den Vertrieb und Handel von nichtlizenzierten Disco-Mixes auffällig geworden" sein. Ob er dafür auch behördlich belangt wurde, gibt der BVMI nicht an. Ebenso ist nicht bekannt, welche CDs er jetzt illegal vervielfältigt haben soll.
Den Zeitpunkt der Durchsuchung nutzt der Verband, um vor gefälschten CDs zu warnen, die sich oft auch im regulären Handel fänden – beispielsweise auf Weihnachtsmärkten. Laut eigenen Untersuchungen des BVMI schätzt der Verband den Schaden durch CD-Fälschungen innerhalb der letzten fünf Jahre auf 870 Millionen Euro.
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