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Gruner + Jahr setzt auf Bezahlinhalte

Nachrichten bleiben kostenlos, exklusive Inhalte sollen Geld kosten

In einem Interview hat Bernd Buchholz, Chef von Gruner + Jahr, angekündigt, dass der Hamburger Verlag künftig auch Geld für bestimmte Inhalte nehmen wird, um den Rückgang von Werbeeinnahmen auszugleichen. Nachrichten sollen jedoch weiterhin kostenlos bleiben.

Artikel veröffentlicht am ,

Sollen Medienangebote im Internet kostenlos sein oder sollen die Leser dafür wie am Kiosk bezahlen? Diese Frage wird derzeit in den Vorstandsetagen der großen Medienhäuser heftig diskutiert. Gruner + Jahr (G+J) plant offensichtlich kostenpflichtige Inhalte, sagte Bernd Buchholz, Chef des Hamburger Verlagshauses, in einem Interview mit der Rheinischen Post.

Bezahlcontent soll Rückgang der Werbeeinnahmen wettmachen

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"Wir müssen es grundsätzlich schaffen, sowohl im Internet als auch bei den Magazinen einen höheren Erlösanteil von den Lesern zu bekommen", sagte Buchholz der Düsseldorfer Zeitung. Grund sei der Rückgang der Werbung. Früher hätten diese etwa 60 Prozent der Einnahmen bei den Zeitschriften ausgemacht, der Verkauf etwa 40 Prozent. Es sei aber denkbar, dass sich dieses Verhältnis umkehren werden. Derzeit lägen Werbung und Verkauf etwa gleichauf bei 50 Prozent.

"Wir werden uns davon verabschieden müssen, dass die Werbung weit überproportionale Teile der Einnahmen erbringt", sagte Buchholz. Für den Verlag bedeute das, er müsse "grundsätzlich mit knapperen Mitteln wirtschaften". Journalistische Qualität lasse sich aber nur aufrechterhalten, wenn der Verlag wirtschaftlich arbeite.

Nachrichten bleiben kostenlos

Nachrichten werde G+J online auch weiterhin kostenlos anbieten. Für exklusive Inhalte sollen die Nutzer jedoch zur Kasse gebeten werden. "Wir müssen dafür endlich ein funktionierendes System für Micropayment aufbauen, damit die Leser Inhalte ganz einfach in Minibeträgen bezahlen können", so Buchholz. Mehrere solcher Systeme sind derzeit in der Entwicklung. Google etwa hat im Spätsommer ein Konzept für ein Abrechnungssystem auf der Basis seines Bezahlsystems Checkout vorgelegt. Die Deutsche Post arbeitet ebenfalls an einem Abrechnungssystem für Internetinhalte und soll dieses bereits vor hochrangigen Mitarbeitern deutscher Verlage, darunter auch Buchholz, präsentiert haben.

Eine Möglichkeit, Inhalte gegen Bezahlung im Internet anzubieten, sei ein Onlinezeitschriftenkiosk, wie die drei großen US-Zeitschriftenverlage planen. Diese bauen derzeit ein Angebot auf, über das die Verlage ihre Publikationen zentral für mobile Geräte wie Smartphones oder E-Book-Reader vertreiben können. Dieses Modell hält Buchholz für erfolgversprechend.

Gespräche über Bezahlinhalte

"Wir brauchen eine Lösung, bei der die Angebote vieler Verlage einfach aufrufbar sind und die Nutzer diese auch einfach zahlen können. Es wäre schlau, wenn sich da Verleger für die erforderlichen technischen Strukturen in einem großen Rahmen austauschten", sagte der G+J-Chef. Er habe auch schon mit Vertretern anderer Verlage dieses Thema erläutert.

Wichtig bei einem solchen Angebot sei, dass es in der Hand der Verlage bleibe. Eine Erweiterung eines Angebots wie iTunes um Zeitungen und Zeitschriften hält er für problematisch. Die Plattform müsse so gestaltet werden, dass "die Verlage das eigentliche Geschäft machen. Es kann nicht sein, dass andere als Händler unsere Inhalte mit hohem Gewinn weiterverkaufen und wir dabei letztlich leer ausgehen."

Derzeit schreiben die G+J-Onlineangebote nach Angabe des Verlagschefs insgesamt rote Zahlen. Einzelne Angebote, darunter das Kochportal Chefkoch.de, seien jedoch schon profitabel.

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Devon James 01. Dez 2009

2 Zeilen Stellengesuch HH Abendblatt in 8er Schrift (um die 100 Zeichen) für ÜBER 100...

Der Eiermann 01. Dez 2009

MACwelt ... denk nochmal drüber nach.

Quark 01. Dez 2009

Warum folgt Gruner + Jahr dem Negativ-Beispiel von Springer? Zum Glück in abgemilderter...

ka 30. Nov 2009

Jau, oder lieber im golem INTERNET-Forum stöbern und posten was für ne geile Sau man doch...

ffffffffffff 30. Nov 2009

"Es kann nicht sein, das..." ok, dann is' ja gut.


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