Abo
  • Services:

Trotz DJ-Spielen: Technics-Plattenspieler 1210 läuft aus

Club-DJs starten ihre Platten zwar bei laufendem Teller aus der Hand, für Rundfunksender ließ sich dieser Plattenspieler aber aus einer leeren Einlaufrille fast wie ein stehendes Tonband auf Knopfdruck starten. Die Hochlaufzeit von unter einer Sekunde konnte man schnell einschätzen, und so verdrängte der 1210er in kleineren Sendern schnell andere Laufwerke von Unternehmen wie Studer und Revox, die ein Mehrfaches kosteten.

Vom Rundfunk auf den Dancefloor

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Seinen Siegeszug konnte er aber erst in den 1980er Jahren antreten, als mit dem Boom des Hip-Hop auch Scratchen modern wurde: Die dafür nötigen elliptisch geschliffenen Nadeln, die weniger springen und die Schallplatten weniger abnutzen, waren durch den Rundfunkbetrieb bereits verfügbar.

Auch durch die CD wurden die Disco-Plattenspieler zunächst kaum bedroht, bis es entsprechende CD-Player gab. Der direkte Zugriff auf das Medium blieb jedoch unerreicht, so dass moderne DJ-CD-Spieler, die auch MP3s beherrschen, sogar über einen rotierenden Plattenteller verfügen, um das Look & Feel eines Plattenspielers nachzubilden.

Inzwischen lassen sich mit speziellen Timecode-Platten über einen analogen Plattenspieler wie den 1210er auch DJ-Programme für den Computer steuern. Diese Software wird dann fast komplett über den Plattenspieler bedient und gibt trotzdem MP3s oder andere Audioformate wieder.

Nachbauten besser als das Original

In den über 30 Jahren seiner Produktion hatte Technics bis auf einige Sonderausgaben und kleine Änderungen wie einen Rückstellknopf auf die Normalgeschwindigkeit den 1210er kaum weiterentwickelt. Andere Unternehmen wie Stanton und Numark sowie fernöstliche Billighersteller bauten den Technics-Plattenspieler zunächst fast identisch nach. Danach kamen aber neue Modelle auf den Markt, die über noch mehr Drehmoment, einen weiteren Regelbereich der Geschwindigkeit und schließlich sogar Digitalausgänge verfügten.

Auch die ursprünglich teure Technik des Direktantriebs wurde immer erschwinglicher. Aktuell bietet ein deutscher Lebensmitteldiscounter einen direkt angetriebenen Plattenspieler mit USB-Port für unter 100 Euro an. Das Modell sieht dem 1210er sehr ähnlich, das Original kostet als Neuware immer noch um 500 Euro.

 Trotz DJ-Spielen: Technics-Plattenspieler 1210 läuft aus
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-87%) 1,25€
  2. 13,49€
  3. 32,99€ (erscheint am 25.01.)

Miro 29. Mär 2010

MP3,CD,Time code systeme = billige Gummipuppe Vinyl = Wunderschöne Frau

Curly Buuh 09. Jan 2010

Sehr schöner Kommentar

axel_ 04. Dez 2009

Als DJ hat mich diese News schockiert.. Nach etwas Recherche konnte ich aber auch wieder...

foxfoobar 01. Dez 2009

Allerdings, was den Technics-Mixer angeht, denn finde ich mal richtig scheiße! Die Fader...

1st1 30. Nov 2009

Ist zwar kein 1200er, auch kein SL-6 (Tangentialarm, Direktantrieb), sondern nur ein SL...


Folgen Sie uns
       


Artifact - Fazit

Valve schuldet der Spielerschaft eigentlich noch Half-Life 3. Das Unternehmen will aber anscheinend dafür erst einmal genügend Geld durch das neue Sammelkartenspiel Artifact sammeln.

Artifact - Fazit Video aufrufen
Marvel im Auto: Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern
Marvel im Auto
Nie wieder eine Fahrt mit quengelnden Kindern

CES 2019 Audi und Holoride arbeiten an einer offenen Plattform für VR-Spiele im Auto. Marvel steuert beliebte Charaktere für Spiele bei. Golem.de hat in Las Vegas eine Testrunde durch den Weltraum gedreht.
Ein Erfahrungsbericht von Dirk Kunde


    Linux-Kernel CoC: Endlich normale Leute
    Linux-Kernel CoC
    Endlich normale Leute

    Als Linus Torvalds sich für seine Unflätigkeit entschuldigte und auch die Linux-Community Verhaltensregeln erhielt, fürchteten viele, die Hölle werde nun zufrieren und die Community schwer beschädigt. Stattdessen ist es eigentlich ganz nett geworden dort.
    Eine Analyse von Sebastian Grüner

    1. Kernel ZFS für Linux bekommt GPL-Probleme
    2. Betriebssysteme Linux 5.0rc1 kommt mit Freesync und Adiantum
    3. Retpoline Linux-Kernel soll besseren Spectre-Schutz bekommen

    Hunt Showdown (Beta) im Test: Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm
    Hunt Showdown (Beta) im Test
    Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm

    Tolle Optik, klasse Sound, dichte Atmosphäre: Hunt Showdown von Crytek macht solo oder im Duo schon im Early Access viel Spaß, wenn man sich auf das Spielprinzip einlässt. Wer laut ist, stirbt oft und schnell.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Laufzeitumgebung Cryengine 5.5 unterstützt Raytracing-Schatten

      •  /