Virtuelle Welten für Militärstrategen

Simulationssoftware hilft Militärberatern bei der Planung

Virtuelle Welten sollen Strategen der US-Armee helfen, Einsätze und Aktionen beispielsweise in Afghanistan zu planen. Mit Hilfe der Software soll es möglich sein vorherzusagen, wie bestimmte Volksgruppen oder Aufständische auf die Maßnahmen der US-Armee reagieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Strategen des US-Militärs simulieren heutzutage Einsätze der Armee vorab im Computer. Dank aktueller Soft- und Hardware sei es dabei möglich, auch komplexe Szenarien durchzuspielen, schreiben V.S. Subrahmanian und John Dickerson, Informatiker an der Universität des US-Bundesstaates Maryland in College Park in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins Science.

Reaktionen auf US-Hilfe vorhersagen

Stellenmarkt
  1. (Senior) ILS/IPS Ingenieur (gn)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck bei München
  2. Business Analyst (m/w/d)
    Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart
Detailsuche

Mit Hilfe von realistisch gestalteten virtuellen Welten könnten Strategen und Planer erforschen, welche Reaktionen bestimmte Maßnahmen nach sich ziehen. So soll sich voraussagen lassen, wie die Parteien im Konfliktgebiet auf politische, finanzielle oder militärische Hilfe reagieren, etwa ob eine Gruppe sich durch Finanzhilfe befrieden lässt oder ob die Hilfe für eine Gruppe eine andere verärgert.

Ermöglicht werden solche komplexen Simulationen durch Mechanismen wie Stochastic Opponent Modeling Agents (Soma), sogenannte "Cultural Islands" und die Vorhersagesysteme Convex und Cape. Soma ist eine Software mit künstlicher Intelligenz, die das Verhalten einer bestimmten Gruppe, etwa einer Terroristengruppe, auswertet und daraus Handlungsmuster errechnet. Convex und Cape hingegen sollen vorhersagen, wie die Gruppen auf bestimmte Maßnahmen reagieren werden. Die "Cultural Islands" sind virtuelle Darstellungen von einem realen Umfeld, das mit Avataren der dort lebenden Menschen bevölkert ist, die nach den errechneten Mustern agieren.

Zusammenarbeit mit Experten

Bei der Erstellung der Software arbeiten die Informatiker mit Experten zusammen, die die Situation vor Ort kennen. Diese Erfahrungen seien sehr wichtig, um die virtuellen Welten so realistisch wie möglich zu gestalten, so Subrahmanian und Dickerson. Die virtuellen Welten können US-Militärberater dann nutzen, um herausfinden, wie die Menschen in einem Einsatzgebiet kurz- oder langfristig auf die von ihnen geplanten Maßnahmen reagieren.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
  2. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.10.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das US-Militär setzt seit gut 50 Jahren Computer für die Planung von Einsätzen ein. Anfangs hätten die Modelle jedoch nur für die Simulation von Konflikten zwischen zwei Parteien ausgereicht, von denen eine unterliegt und die andere gewinnt. Für aktuelle Konflikte wie den in Afghanistan seien jedoch erhebliche komplexere Modelle notwendig, da die Strategen abschätzen müssen, wie verschiedene ethnische Gruppen auf so unterschiedliche Aktionen wie den Aufbau von Schulen, das Niederbrennen von Mohnfeldern oder Großrazzien reagieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ledög 02. Dez 2009

"zum Beispiel Affen. Jedoch fallen diese beim Touring-Test durch. Wenn nun eine Maschine...

Tankwart 30. Nov 2009

Terroristen fallen unter "unprivileged combatant" - diese fuehren einen Krieg nicht...

Philosoph 30. Nov 2009

Was bringt einem die beste künstliche Intelligenz, wenn nicht mal seine Erbauer einen...

antikrieg 30. Nov 2009

die haben das mit sicherheit schon festgestellt, nur stehen wohl egoismus, neid und gier...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streit mit Magnus Carlsen
Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben

Schachweltmeister Magnus Carlsen wirft dem Großmeister Hans Niemann Betrug vor - eine neue Untersuchung stärkt die Vorwürfe.

Streit mit Magnus Carlsen: Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben
Artikel
  1. Airpods Pro 2 im Test: Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus
    Airpods Pro 2 im Test
    Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus

    Mit sinnvollen Änderungen sind die Airpods Pro 2 das Beste, was es derzeit an ANC-Hörstöpseln gibt. Aber Apples kundenfeindliche Borniertheit nervt.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  2. Vodafone und Telekom: Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest
    Vodafone und Telekom
    Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest

    Die Telekom liegt beim Datenvolumen klar vor Vodafone. Es gab in diesem Jahr besonders viel Roaming durch ausländische Netze.

  3. Dr. Mike Eissele: Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben
    Dr. Mike Eissele
    "Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie man sich auf eine Arbeitswelt ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /