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Square-Enix-Chef: Game Over für Spielkonsolen naht

Publisher setzt verstärkt auf Browsergames und Onlinespiele. Yoichi Wada, Chef von Square Enix , sieht das Ende für klassische Konsolen wie Playstation, Xbox und Wii nahen. Der Spielemarkt befindet sich seiner Auffassung nach in einem radikalen Umbruch. Künftig sei nicht Hardware, sondern Netzwerke entscheidend.
/ Peter Steinlechner
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"In der Vergangenheit war die Hardware die Plattform, aber jetzt ist es das Netzwerk. Es ist absehbar, dass die Hardware künftig nicht mehr benötigt wird" , sagte Yoichi Wada, Chef des größten japanischen Publishers Square Enix und dessen europäischer Tochter Eidos, zur Zukunft des Spielemarktes. Im Gespräch mit dem britischen Fachmagazin MCV(öffnet im neuen Fenster) gab er sich überzeugt, dass es in zehn Jahren die derzeit üblichen Konsolenspiele kaum noch geben wird, und dass die Zukunft den Streamingangeboten und der digitalen Distribution gehöre – die gewohnten Handelskanäle blieben dabei auf der Strecke.

Nach Auffassung von Wada haben die großen Konsolenhersteller etwa im Jahr 2005 einen Strategiewechsel hin zu Netzwerken vollzogen und Xbox Live, Playstation Network und Wii Ware in den Fokus gerückt. Square Enix produziere derzeit immer mehr Browserspiele, außerdem wolle man bei der für 2010 geplanten Veröffentlichung der Betaversion des MMORPGs Final Fantasy 14 weitere Onlineerfahrungen sammeln.

Zu den Erwartungen von Yoichi Wada passt die Ankündigung des britisch-israelischen Unternehmens Playcast Media(öffnet im neuen Fenster) , das Computerspiele künftig ohne Konsolen anbieten möchte. Stattdessen sollen die Programme wie ein abonnierter digitaler Fernsehkanal beim Kunden ankommen, der lediglich eine Set-Top-Box benötige. Angeblich hätten Publisher wie Electronic Arts und Activision schon Interesse signalisiert. 2010 wollen außerdem Streamingangebote wie Onlive und Gaikai ihre Dienste anbieten.


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