Nokia räumt Fehler in Produktentwicklung ein
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir jetzt wissen, was wir machen müssen, nämlich Handys bauen, die einfach zu bedienen sind und gut aussehen" , sagte Vanjoki weiter. Die Finnen stehen mit einem Marktanteil von knapp 37 Prozent zwar immer noch unangefochten an der Spitze der Hersteller weltweit. Die neue Konkurrenz durch Apple und den Vorstoß von Blackberry-Hersteller Research in Motion in das Privatkundengeschäft hat dem Riesen aber gehörig zugesetzt. Vor allem im margenträchtigen Geschäft für mobile Mini-PCs, sogenannte Smartphones, jagen die Konkurrenten dem Platzhirschen die Beute ab.
Mit dem Internetportal Ovi zeigt sich Vanjoki zufrieden: "Wir haben gesagt, dass wir bis Ende des Jahres 80 Millionen Ovi-Kunden haben wollen, die unsere Services nutzen, und wir sind sehr gut unterwegs." Konkrete Zahlen nennt Nokia bei seinem Kapitalmarkttag am kommenden Freitag.
Vanjoki zollt dem Konkurrenten Apple mit seinem iPhone zwar Respekt, weil das Unternehmen durch die einfache Bedienung von Handys die Branche revolutioniert habe. Dennoch geht er davon aus, dass die Bedeutung von Apple in dem Markt gering bleibt. "Die Entwicklung bei Handys wird ähnlich verlaufen wie bei PCs" , prognostiziert der Nokia-Vorstand. "Auch mit dem Mac hat Apple anfangs viel Aufsehen erregt, aber sie sind trotzdem ein Nischenanbieter geblieben. Das wird bei Handys genauso sein."
Auch mit Blick auf die Konkurrenz von Android gibt sich Vanjoki gelassen. "Android ist kein Erfolg, sondern vor allem ein Hype" , sagt er. "Bislang sind kaum Android-Handys verkauft worden, der Marktanteil liegt unter einem Prozent, technisch ist Android noch nicht ausgereift. Unser Betriebssystem Symbian wird in den kommenden Jahren das dominierende System bleiben."