Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Mininova entfernt alle illegalen Torrents

Betreiber setzen Gerichtsurteil um. Mininova schaltet seine Bittorrent-Website weitgehend ab, um einem Gerichtsurteil nachzukommen . Es verpflichtet die Betreiber dazu, illegale Torrents zu entfernen. Andernfalls droht eine Strafe in Millionenhöhe.
/ Jens Ihlenfeld
104 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Anti-Piraterie-Stiftung Brein war gegen die Mininova-Betreiber vor Gericht gezogen, das den niederländischen Betreibern Ende August 2009 eine Geldbuße von bis zu 5 Millionen Euro androhte, sollten diese nicht alle Verweise auf urheberrechtlich geschütztes Material innerhalb von drei Monaten entfernen.

Mininova zählt zu den weltweit populärsten Bittorrent-Websites und wird nun weitgehend abgeschaltet. Ab sofort erlaubt Mininova nur noch die Verteilung von Dateien, die über seinen eigenen Content-Distribution-Dienst hochgeladen werden. Nur so sei es möglich, dem Gerichtsurteil gerecht zu werden. Es verpflichtet Mininova dazu, Uploads von Torrents, die auf bestimmte Inhalte verweisen, zu löschen, was auch Verweise auf ähnlich aussehende Inhalte einschließt.

Tests in den letzten Monaten hätten gezeigt, dass es weder technisch noch betrieblich möglich ist, ein 100-prozentig funktionierendes Filtersystem einzurichten, so die Betreiber. Daher wird das Angebot nun auf Inhalte beschränkt, die über den eigenen, 2007 gestarteten Content-Distribution-Dienst angeboten werden. Dieser erlaubt es Produzenten und Künstlern, ihre eigenen Inhalte über Mininova zu verbreiten.

Formal ist Mininova bereits gegen das Urteil vorgegangen, hat aber noch nicht entschieden, ob der gerichtliche Weg weiter beschritten werden soll.


Relevante Themen