IMHO: Warum Gamesload keinen Spaß macht

Keine echte Steam-Konkurrenz in Sicht

Der Onlinedistribution gehört die Zukunft, auch im Spielebereich. Das sollte man zumindest meinen. Wer sich Gamesload anschaut, wird eines Besseren belehrt.

Artikel veröffentlicht am ,

Als Jurymitglied beim Deutschen Entwicklerpreis 2009 musste ich einen Haufen Spiele bewerten, einige davon gab es nur als Download. Das könnte den Prozess theoretisch deutlich verkürzen, schließlich erspart es den Versand größerer Spielepakete. Doch im gegebenen Fall führte es zu einer langwierigen und unerfreulichen Begegnung mit dem deutschen Steam-Konkurrenten Gamesload. Gamesload gehört zur Telekom und versucht, europaweit erfolgreich zu werden.

Stellenmarkt
  1. IT Security Spezialist (m/w/d)
    BAHAG AG, Mannheim
  2. Master Data Manager (m/w/d)
    Bachmann GmbH, Stuttgart
Detailsuche

Denn leider ist Gamesload das Gegenteil von komfortabel. Eine Software, die sich um die automatische Installation und Pflege gekaufter Spiele kümmert, fehlt, also muss der Käufer selbst bei Vollpreisspielen die in mehrere Dateien gesplitteten Installationsarchive eigenhändig herunterladen und aufrufen. Zeitgemäß ist das nicht.

Bei einem der über Gamesload eingereichten Spiele gab es zwar einen Downloadclient, der fand aber erst nach mehreren Versuchen an verschiedenen Tagen Anschluss an den Gamesload-Shop. Ein weiteres Spiel ließ sich zwar herunterladen und installieren, bestand dann aber darauf, es müsse eine DVD eingelegt werden. Des Rätsels Lösung: Starten ließ sich das über Gamesload bezogene Spiel offenbar nur mit dem Desktopicon, das ich bei der Installation aber weggeklickt hatte.

Vor allem im Vergleich mit Steam, dem Marktführer, wenn es um Onlinedistribution von PC-Spielen geht, lässt der deutsche Downloadshop sehr zu wünschen übrig. Gamesload fehlt fast alles, was Steam auszeichnet.

Steam wird zwar oft gescholten: wegen mangelnden Datenschutzes, wegen des teilweisen Onlinezwangs und der Aushebelung des Gebrauchtspielemarktes. Auch hohe Kosten für Partner und ein immer größer werdender Steam-Client sorgen für Ärger.

Gleichzeitig ist es aber kinderleicht, über Steam Spiele zu kaufen, die ohne großes Zutun des Nutzers heruntergeladen und fortan automatisch gepatcht werden - wenn auch nicht immer zeitgleich mit den Retailversionen. Dazu kommen eine große Community sowie viele Tools, mit denen Entwickler ihre Spieler vernetzen können. Das entschädigt zumindest für einen Teil der Unannehmlichkeiten.

Von Gamesload lässt sich das nicht behaupten. Das ist traurig, denn die Zukunft Steam oder schlechten Nachahmungen zu überlassen, ist für den Spielemarkt und vor allem für den Kunden nicht gut.

IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


spanther 02. Dez 2009

Genau wegen solchen Phrasen stimmt dies sehr wohl, was ich ausgesagt habe über die...

spanther 30. Nov 2009

1. Auch andere Hersteller warten gut, aber da kommt trotzdem nicht so oft hintereinander...

DeaD_EyE 30. Nov 2009

Dafür gibt es den Steam-Support.

Crius 30. Nov 2009

-= Danke! =- Kannte ich vorher nicht! *breites Grinden kriegt* Stonekeep, Ishar...

Sonic77 30. Nov 2009

Krass, Steam frisst wirklich Speicher! Ich wollte es zuerst nicht glauben, aber ich habe...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cyrcle Phone 2.0
Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
Artikel
  1. A New Beginning: Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt
    A New Beginning
    Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt

    Rund 22 Jahre nach dem Start des ersten Teils gibt es die Ankündigung von Outcast 2 für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC.

  2. Bundesinnenministerium: Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert
    Bundesinnenministerium
    Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert

    Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen warten weiter auf die Digitalisierung.

  3. Smartphones: Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen
    Smartphones
    Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen

    Das Handelsembargo der USA gegen Huawei zeigt Wirkung, wenn auch anders als geplant.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 13: jetzt alle Modelle vorbestellbar • Sony Pulse 3D PS5-Headset Midnight Black vorbestellbar 89,99€ • Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /