Spieletest: Resident Evil - The Darkside Chronicles

Ziel genommen und geschossen wird mit der Wiimote, per Nunchuck lässt sich durch die unterschiedlichen Waffen scrollen – je wuchtiger die Geschosse, desto begrenzter leider auch die Munition. Natürlich kann der Spieler auch mit Zusatzzubehör wie dem Zapper durch dunkle Gänge, Polizeigebäude oder alte Villen ziehen. Die beste Bedienbarkeit und Zielgenauigkeit ist allerdings mit dem klassischen Wii-Controller gegeben.
Prinzipiell ist immer dasselbe zu tun: den grundsätzlich linear gestalteten Level betreten, möglichst gut zielen – und Massen von Untoten erledigen. Zwischendurch gilt es im Grunde nur, nachzuladen, ab und zu schnell genug eine Aktionstaste zu drücken, ein paar Gegenstände einzusammeln und Bonusräume ausfindig zu machen. Von Zeit zu Zeit warten dann noch End- und Zwischengegner auf den Spieler – wie aus der Resident-Evil-Reihe gewohnt, sind die dann ebenso riesig wie skurril.
Spielbar sind übrigens wahlweise immer zwei Charaktere, was von den Entwicklern auch genutzt wurde, um einen Coop-Modus einzubauen. Mit einem schießwütigen Freund an der Seite sinkt der Schwierigkeitsgrad etwas, andererseits wird die Munition so nochmals knapper – planloses Geballer führt also nicht zum Erfolg.
Überzeugen kann The Darkside Chronicles vor allem auf technischer Ebene: Level und Figuren sind mit Details gespickt, bekannte Areale sehen so gut aus wie nie zuvor. Der Blut- und Gedärmefaktor ist allerdings auch sehr hoch, zumal das Spiel in Deutschland ungeschnitten auf den Markt kommt. Gewöhnungsbedürftig ist die oft schwankende Kameraperspektive, die für Kopfschmerzen oder fehlgeleitete Geschosse sorgen kann. Auch sonst trüben ein paar kleinere Mängel den Spielspaß, etwa der im Minutentakt stark schwankende Schwierigkeitsgrad oder die immer nach gleichem Schema ablaufenden und somit oft nicht funktionierenden Schockmomente.
Resident Evil – The Darkside Chronicles erscheint am 27. November 2009 für Nintendo Wii und kostet etwa 40 Euro. Das Spiel hat von der USK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.
Fazit
The Darkside Chronicles will Resident Evil nicht zu neuen Höhepunkten führen, sondern Spieler einfach nur zehn Stunden am Stück mit gut inszenierter Action bei Laune halten. Genau das gelingt dem Railgun-Shooter: Unkompliziert, toll in Szene gesetzt und nach etwas Einarbeitung auch gut bedienbar – viel mehr braucht es nicht für ein gelungenes, wenn auch alles andere als wirklich aufregendes Metzelwochenende.