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Wie Städte für Elektroautos attraktiv werden können

Elektromobilität als Aufgabe für Stadtplaner und Architekten. Elektromobilität wird derzeit eher von der technischen Seite her betrachtet. Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) weist jedoch darauf hin, dass auch Stadtplaner und Architekten ihren Beitrag leisten können - zum Wohl der Städte, die durch Elektroautos leiser und sauberer werden.
/ Werner Pluta
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Der Umstieg der Automobile auf Elektroantrieb wird derzeit vorangetrieben. Allerdings beschäftigten sich vor allem Autohersteller und Energieversorger mit dem Thema, moniert das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart. Für Kommunen, Stadtplaner und Architekten bedeute der Umstieg jedoch ebenfalls ein Umdenken.

Die Infrastruktur müsse so gestaltet werden, dass es attraktiv genug ist, ein Elektrofahrzeugs zu nutzen, auch wenn es in der Anschaffung teurer sei als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Hier seien, so die Fraunhofer-Forscher, "urbane Mobilitätskonzepte gefragt, welche die unterschiedlichen Mobilitätsformen übergreifend betrachten und miteinander verzahnen."

Mehr Lebensqualität durch Elektroautos

Städte sollten zu "Katalysatoren für die Elektromobilität" werden: Weil sich Elektroautos mangels Reichweite vorerst nicht für Langstreckenfahrten eignen, sei es wichtig, die Städte für die Fahrer von Elektroautos entsprechend attraktiv zu machen. Dazu gehöre beispielsweise der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur mit Ladestationen und Parkplätzen oder die Vernetzung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf diese Weise könnten die Autofahrer zum Umstieg motiviert werden. Davon wiederum profitierten auch die Städte, da die leisen und sauberen Autos die Lebens- und Wohnqualität steigerten.

Das Fraunhofer IAO will einen öffentlichen Diskurs über die Verknüpfung der Elektromobilität mit der städtischen Infrastruktur in Gang bringen. Dazu veranstaltet es am 21. Januar 2010 das Forum "Elektromobile Stadt" in Stuttgart, an dem Vertreter aus der Industrie, Politiker und Wissenschaftler ebenso wie Stadtplaner und Architekten teilnehmen werden.


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