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Werbenetzwerkbetreiber kauft Reste von Joost (Update)

Unternehmenswerte gehen an Adconion Media Group. Joost verkauft seine Unternehmenswerte an die Adconion Media Group. Damit dürfte der Internet-TV-Service der Skype-Gründer Zennström und Friis sein letztes Kapitel schließen.
/ Achim Sawall
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Der Internet-TV-Service Joost steht offenbar vor dem endgültigen Aus. Die Adconion Media Group gab heute bekannt, sie werde Unternehmensteile von Joost kaufen. Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Firma der Skype- und Kazaa-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis hatte im Juli 2009 angekündigt, das Videoportal einzustellen und künftig nur noch Videodienste für Unternehmen anzubieten. Der Firmenchef trat ab, Büros wurden geschlossen und Mitarbeiter entlassen.

Nachtrag vom 24. November 2009, 21:08 Uhr:

Friis erklärte heute: "In den vergangenen Monaten haben wir aktiv nach strategischen Optionen für Joost gesucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Verkauf einiger Vermögenswerte an Adconion im besten Interesse von Joost ist. Adconion hat eine starke technologische Plattform und ein überzeugendes Geschäftsmodell und wir glauben, dass beide Unternehmen im Ergebnis von dieser Übernahme profitieren werden." Die Adconion Media Group betreibt ein Onlinewerbenetzwerk. Im Februar 2008 schloss Adconion eine Finanzierungsrunde mit Index Ventures als führendem Investor in Höhe von 80 Millionen US-Dollar ab.

Die Vorbereitungen für das P2P-TV-Projekt Joost waren Anfang 2006 angelaufen. Ziel war es, den Nutzern Fernsehinhalte anzubieten. Dafür gab es Vereinbarungen mit Fox Networks, Warner Music, Endemol, Viacoms MTV Networks und Paramount Pictures. Doch anders als die Tauschbörse Kazaa und der VoIP-Dienst Skype blieb dem Peer-to-Peer-Fernsehen der Erfolg versagt.


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