Hasselblad erhöht Detailgenauigkeit durch Sensorverschiebung

Die Hasselblad H3DII-50MS (Multi-Shot) wird für den speziellen Aufnahmemodus mit dem PC verbunden. Die aufgenommenen Objekte und die Kamera dürfen sich während der Aufnahmen nicht bewegen. Die Kamera nimmt in schneller Folge automatisch vier Bilder auf. Dabei wird nach dem ersten Foto der Sensor um jeweils ein Pixel pro Aufnahme verschoben.
Insgesamt werden so die vollen Farbinformationen für Rot, Grün und Blau jedes einzelnen Punktes abgebildet. Farbinterpolationen sind deshalb, anders als bei Einzelfotos, nicht erforderlich. Dadurch sollen mehr Details erhalten bleiben und Störungen wie Moiré nicht auftreten.
Im Datenblatt (PDF)(öffnet im neuen Fenster) für die schon länger erhältliche, kleinere Version der Multishot-Kamera mit 39 Megapixeln (H3DII-39 MS) zeigt Hasselblad, wie sich die 4-Foto-Technik von Einzelaufnahmen im Detail unterscheidet.
Die Multishot-Funktion der Kamera ist vor allem für Archivzwecke wie Reproduktionen oder Museumsfotografie geeignet. Die Aufnahmen sind 50 Megapixel groß. Die Fotos erreichen ein Kantenmaß von 6.132 x 8.176 Pixeln. Der Sensor der H3DII-50 misst 36 x 48 mm. Er erreicht eine Lichtempfindlichkeit von ISO 50 bis ISO 400.
Gespeichert wird wahlweise auf Compact-Flash-Speicherkarten mit UDMA, die Festplattenlösung Imagebank II mit 100 GByte oder direkt auf einen per Firewire 800 angeschlossenen Mac oder PC.
Die Belichtungszeit variiert zwischen 32 Sekunden und 1/800 Sekunde. Der Apparat ist mit sämtlichen HC/HCD-Objektiven kompatibel und kann über einen Adapter auch mit den C-Objektiven des V-Systems ausgestattet werden. Auf der Rückseite sitzt ein 3 Zoll großes LCD mit einer Auflösung von rund 230.000 Punkten.
Die komplette Kamera mit einem 80-mm-Objektiv sowie einem Lithium-Ionen-Akku und einer Speicherkarte misst 153 x 131 x 213 mm und wiegt stolze 2,3 kg.
Der Listenpreis für die Hasselblad H3DII-50MS liegt bei rund 27.360 Euro.