Roboter gräbt sich ein wie eine Muschel

Muschelroboter als Anker für Unterwasserroboter

Eine Gruppe von Forschern am Massachusetts Institute of Technology hat einen Roboter nach dem Vorbild einer Muschel gebaut. Er soll künftig als Anker kleine Unterwasserfahrzeuge in Position halten.

Artikel veröffentlicht am ,

Robotiker nehmen sich gern ein Beispiel an der Natur. Sie bauen Roboter nach Vorbild von Fischen, Fledermäusen oder Skorpionen. Anette Hosoi und ihr Team vom Massachusetts Institute of Technology haben ihren Roboter einer Muschel nachempfunden.

Buddeln im Treibsand

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Das Vorbild des Roboters ist eine längliche Muschel, die Amerikanische Schwert- oder Scheidenmuschel. Diese ist ein Meister im Eingraben: Sie buddelt sich bis zu 70 cm tief in den Schlick ein. Dabei wendet sie eine besondere Technik an: Durch eine Bewegung mit der Schale mischt sie die Sand- und Schlammpartikel um sich mit Wasser, so dass eine Art Treibsand entsteht. Gleichzeitig drückt sie sich in dieses Gemisch hinein. Durch das Mischen mit dem Wasser wird der Widerstand des Materials geringer und die Muschel kann sich mit einer Geschwindigkeit von 1 cm pro Sekunde in den Untergrund eingraben und verbraucht dabei 0,21 Joule pro cm.

Der von Hosoi und ihren Kollegen entwickelte Roboter, RoboClam genannt, ahmt diese Technik nach. In Tests erreichte die Robotermuschel sowohl in einer Testumgebung als auch im Meeresboden ähnliche Werte wie ihr natürliches Vorbild.

Effizienter Anker

Die Idee sei gewesen, einen kleinen und leichten Anker zu bauen, der einfach ausgebracht und wieder gelichtet werden könne und dabei bei weitem effektiver sei als heutige Anker, erklärt Hosoi. Der Anker soll allerdings keine Schiffe, sondern eher Unterwasserroboter halten.

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Vorgestellt wurde der Muschelroboter auf der derzeit stattfindenden 62. Jahrestagung der Division of Fluid Dynamics, einer Abteilung der American Physical Society (APS).

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