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Sammelklage wegen gesperrter Xbox 360

US-Kanzlei übt Kritik an Microsoft und sucht betroffene Konsolenspieler. Angeblich geht es um rund eine Million Xbox 360, die Microsoft Mitte November 2009 wegen Manipulationen an der Hardware für Xbox Live gesperrt hat. Jetzt plant ein amerikanisches Anwaltsbüro eine Sammelklage – und sucht betroffene Spieler.
/ Peter Steinlechner
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"Der Einsatz dieser 'Waffe' hat viel Kollateralschaden angerichtet" , schreibt die amerikanische Kanzlei Abington Law über die Sperrung(öffnet im neuen Fenster) von angeblich rund einer Million Xbox 360 aus dem Onlinedienst Xbox Live . Die Rechtsanwälte suchen deshalb Spieler, die sich einer Sammelklage gegen Microsoft anschließen. Ansatzpunkte sind, dass von der Sperrung auch Konsolenbesitzer betroffen sein sollen, die keine Schwarzkopien verwenden, dass auch von Xbox Live unabhängige Funktionen des Gerätes – etwa die Festplatte – betroffen sind, sowie Datenschutzfragen und weitere mögliche Probleme.

Außerdem habe Microsoft den Zeitpunkt der Sperrung zu sehr unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt, nämlich nach Veröffentlichung von Halo 3 ODST und Call of Duty: Modern Warfare 2. Das habe zu einer höheren Anzahl von Abonnements auf Xbox Live und somit zu höheren Umsätzen geführt, als es bei einer – unter dem Aspekt des Kampfes gegen Schwarzkopien gerechtfertigten – früher durchgeführten Sperrung der Fall gewesen wäre.

In einer kurzen Erklärung hat Microsoft auf die geplante Sammelklage geantwortet: "Softwarepiraterie ist illegal und das Modifizieren einer Xbox 360 ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Xbox Live. Microsoft hat das Recht, diese Nutzer von Xbox Live auszuschließen."


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