Telekom-Chef rechnet mit Einbruch der Konjunktur

Handelsblatt: Wie wäre es mit "mutig"?

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Obermann:: Einverstanden, aber wir sind bereits mutige Schritte gegangen. Wir haben in den Niederlanden zugekauft, in den USA und in Griechenland samt fünf weiteren osteuropäischen Ländern.

Handelsblatt: Sie haben mit Ihrer Strategie zwar das Deutschland-Geschäft stabilisiert - nicht aber den Aktienkurs. Da sind Ihnen Wettbewerber wie Telefónica weit voraus.

Obermann:: Das mag an ihrem Engagement in Lateinamerika liegen, aber auch, weil sie mehrjährige Dividendenaussagen treffen. Andererseits, Wettbewerber, die in anderen Schwellenländern engagiert sind, mussten in den vergangenen Jahren erhebliche Einbußen hinnehmen. Der Kapitalmarkt sieht Unternehmen unserer Branche inzwischen weniger als Wachstumstitel, sondern als stabile Dividendenlieferanten. Die Börsen honorieren es, wenn Anbieter wie Telefónica steigende Ausschüttungen ankündigen und weniger investieren. Wir haben dagegen mehr investiert als unsere europäischen Wettbewerber, das ist für unseren langfristigen Erfolg nötig.

Handelsblatt: Das ist ja eine recht konservative Strategie mit dem Fokus auf Technologieführerschaft...

Obermann:: ... und auf besseren Service! Wir sind solide Kaufleute. Die Telekom darf nie wieder ins Schwitzen kommen, sondern muss immer auf der Basis eines soliden Zahlenwerkes und starker Bilanzen ihr Geschäft machen. Nicht zuletzt die Wirtschaftskrise hat gezeigt, wie wertvoll das ist.

Handelsblatt: Sie haben bei Ihrem Amtsantritt gesagt, Sie wollen sich an der Kursentwicklung messen lassen. Stehen Sie noch dazu?

Obermann:: Ich habe gesagt, dass wir uns an der Wertentwicklung unserer Branche messen lassen sollten. Das heißt, dass wir mindestens im Einklang mit unseren Wettbewerbern stehen sollten. In 2008 haben wir uns deutlich besser als der europäische Telekommunikationssektor und der Dax entwickelt. In den ersten Monaten dieses Jahres sind wir etwas zurückgefallen, aber jetzt erholen wir uns langsam wieder. Entscheidend ist doch, wie sich über die Jahre ein strategisches Programm in der Wertentwicklung eines Unternehmens widerspiegelt.

Handelsblatt: Sie sind jetzt drei Jahre im Amt, am Kurs der T-Aktie müssen Sie aber noch fleißig arbeiten.

Obermann:: Die Telekom unterliegt vielen verschiedenen Anforderungen: Die Politik und die Öffentlichkeit wollen, dass wir noch mehr in den Breitbandausbau investieren. Sie wollen überdurchschnittliche Sozialleistungen und hohe Ausbildungsquoten sehen. Parallel dazu sollen wir alle Anforderungen des Kapitalmarktes erfüllen. Wir arbeiten mit aller Kraft daran, diese zumindest kurzfristig widersprüchlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Aber das braucht Zeit.

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zigzag 18. Mär 2010

hmm.. das ist doch aber gar nicht wünschenswert. Wünschenswert wäre, dass der Kunde...

zigzag 18. Mär 2010

Oder, dass wenn mein VDSL Entertain Anschluss entstört wird, danach das Telefon nicht...

DR.Telekom 24. Nov 2009

Das stinkt ja zum Himmel!! Wie kann man nur so argumentieren? Scheiß Turbokapitalismus...

kfg 23. Nov 2009

Keiner kann zuverlässige wirtschaftsprognosen erstellen. Niemand. Irgendein fall wird...

Jurastudent 23. Nov 2009

Der prognostizierte Einbruch der Konjunktur oder die Entschlossenheit, mit allen Mitteln...



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