Microsoft und News Corp wollen Google ausschließen
Der Medienkonzern News Corp plant, seine Inhalte zusätzlich zu den eigenen Onlineangeboten künftig auf Microsofts Webseiten anzubieten und den Suchmaschinenbetreiber Google auszuschließen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise(öffnet im neuen Fenster) . Die Gespräche zwischen den beiden Konzernen befänden sich aber noch in einem sehr frühen Stadium.
Streitpunkt sei die Bezahlung, die News Corp für die Inhalte erhält. Zu dem Medienkonzern Rupert Murdochs gehören die britische Times und die Sun. In den USA sind das Wall Street Journal, die New York Post und der Boston Herald in Murdochs Hand.
In einem Interview im November 2009 hatte Murdoch bereits angekündigt, künftig die Webpräsenzen seiner Medien für Google und andere Nachrichtenaggregatoren zu sperren und die Angebote kostenpflichtig zu machen. Es gebe "Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen. Sie nehmen sie sich einfach ohne Bezahlung." Dazu gehöre in erster Linie Google, aber auch Microsoft oder Ask.com. Die Suchmaschinenbetreiber brächten zwar Nutzer auf die Webseiten der News Corp., weil diese aber nicht genügend zahlende Werbekunden hätten, seien ihm weniger Onlineleser lieber, die für die Inhalte auch bezahlten.
Google-Sprecher Gabriel Stricker sagte der Zeitung, der Konzern respektiere "die Wünsche der Content-Anbieter" , falls diese nicht in der Google-Suche angezeigt werden wollen. "Wir glauben, dass Suchmaschinen von wirklichem Nutzen für Zeitungen sind, weil sie wertvolle Besucherströme auf ihre Websites leiten und sie mit neuen Leser auf der ganzen Welt verbinden" , so Stricker.