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Electronic Arts: Zu wenig Spieleumsatz in Deutschland

Hochrangiger EA-Manager kritisiert Ausbildungsmöglichkeiten für Spielentwickler. Warum verkauft EA in Deutschland weniger Fußballspiele als in Großbritannien? Diese Frage stellt der EA-Manager Gerhard Florin. Gleichzeitig ist er besorgt über den Zustand der deutschen Entwicklerszene und der Ausbildung.
/ Peter Steinlechner
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"Großbritannien macht neun Prozent des weltweiten Spielemarkts aus, Deutschland vier. Da Deutschland mehr Einwohner hat, müsste das Land eigentlich einen Marktanteil von zwölf Prozent haben" , sagte der EA-Manager Gerhard Florin im Gespräch mit der Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) . Konkret vergleicht er die Umsätze der von EA angebotenen Fußball-Computerspiele Fifa 10 und Fußball Manager 10 mit denen im Vereinigten Königreich. Beide Länder seien ähnlich fußballbegeistert, trotzdem verkaufe EA in Großbritannien zweieinhalbmal so viele derartige Programme wie hierzulande.

Nach Auffassung von Florin ist es in Deutschland auch wesentlich schwieriger als in Ländern wie den USA, Großbritannien oder Frankreich, gute Spielentwickler zu finden. Es gebe praktisch keine guten Ausbildungsmöglichkeiten. Das wiederum liege daran, dass Computerspiele in Deutschland gerade in der Altersgruppe, die über das Angebot von Ausbildungen entscheiden, keine hohe Akzeptanz hätten.

Gerhard Florin ist bei Electronic Arts für das internationale Publishing außerhalb der USA zuständig und war zuvor unter anderem Managing Director aller deutschsprachigen Länder. Er sorgt immer wieder mit Äußerungen für Aufmerksamkeit. So forderte er im August 2009 während der Kölner Gamescom die Abschaffung der USK .


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