Sony hofft auf das große Geld mit 3D
Sonys nächstes Geschäftsjahr endet am 31. März 2011. Bis dahin soll der Umsatz mit 3D in mehreren Geschäftseinheiten stark ausgebaut werden. Das betrifft sowohl die Produktion von 3D-Filmen und 3D-Spielen als auch passende Hardware für deren Wiedergabe.
Bis Ende März 2011 sollen entsprechend auch 3D-Produkte für Endkunden auf den Markt gebracht werden, was Fernseher, Blu-ray-Disc-Player und -Rekorder sowie Playstation-3-Spiele beinhaltet. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2009 präsentierte Sony 120-Hz-Fernseher mit 3D-Shutter-Brillen, auch in Verbindung mit der PS3.
Außerdem will Sony mehr Geld mit professionellen Lösungen für die Produktion von 3D-Inhalten für Kino und Fernsehen verdienen. Das schließt auch Projektoren für 3D-Kinos ein. Sony erwartet, dass im kommenden Unternehmensgeschäftsjahr 2010 mehr als 3.000 Kinos mit 3D-Projektoren ausgestattet werden.
Bis Ende März 2012 soll das Geschäft mit 3D-Produkten auf über eine Milliarde Yen ausgebaut werden – die 3D-Inhalte aus dem Konzern nicht eingerechnet. Umgerechnet entspricht das etwa 7,58 Milliarden Euro.
Mutig sind Stringers Prognosen deshalb, weil die Voraussetzungen für einen 3D-Boom noch nicht gegeben sind – es ist fraglich, ob die Blu-ray-Spezifikation für 3D-Filme und kompatible Hardware rechtzeitig zum Jahreswechsel abgesegnet wird. Auch eignet sich eine stereoskopische Darstellung nicht für alle Filmgenres und auch für das 3D-Kino müssen Filmemacher noch umdenken. Dennoch ist die Hoffnung in der Branche groß, dass 3D die Menschen nicht nur in die Kinos, sondern in Zukunft auch stärker zur Blu-ray treibt. High Definition alleine reicht dazu offenbar nicht.