Neues Verfahren für Herstellung von OLEDs

Additives Verfahren soll organische Leuchtdioden günstiger machen

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) hat ein neues Verfahren für die Herstellung von OLEDs entwickelt. Es soll Material sparen und die Produktion der Dioden günstiger machen.

Artikel veröffentlicht am ,

Organische Leuchtdioden (Organic Light Emitting Diode, OLED) gelten als die Leuchtquellen der Zukunft. Sie entwickeln eine hohe Leuchtkraft bei geringer Leistungsaufnahme. Bisher ist die Herstellung der OLEDs jedoch noch relativ aufwendig. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) hat im Auftrag von Philips ein neues Verfahren entwickelt, mit dem die Leuchtdioden günstiger produziert werden können.

Nicht zu breit

Stellenmarkt
  1. Senior (Lead) Software Engineer (m/w/d)
    BAADER, Lübeck, Hamburg
  2. IT Rolloutmitarbeiter BLIE-Services (w/m/d)
    Bechtle Onsite Services GmbH, Hannover
Detailsuche

Die Dioden bestehen aus mehreren organischen Schichten, auf die Leiterbahnen aufgebracht werden, die die OLEDs mit Strom versorgen. Dabei spielt die Größe der Leiterbahnen eine wichtige Rolle: Diese müssen die gesamte Fläche der OLEDs mit Strom versorgen. Sind sie aber zu breit, beeinträchtigen sie die Leuchtkraft.

Bislang werden die Leiterbahnen in einem subtraktiven Verfahren aufgebracht. Das bedeutet, dass das Metall als atomare Schicht in einer Vakuumkammer auf die ganze Fläche der OLED aufgestäubt wird. Anschließend wird das überflüssige Material weggeätzt. Das ist ressourcenintensiv, da bis zu 90 Prozent des Metalls wieder entfernt werden müssen. Die Säure, mit der das Metall entfernt wird, ist zudem umweltschädlich und muss fachgerecht entsorgt werden.

Das vom Fraunhofer ILT entwickelte Verfahren ist deutlich materialschonender. Es sieht vor, dass den OLEDs eine Folie aufgelegt wird, die als Maske für die Leiterbahnen dient. Darauf wird eine weitere Folie aus dem Metall gelegt, aus dem die Leiterbahnen bestehen werden. Der Aufbau wird fixiert und anschließend mit einem Laser abgetastet. Der Laser erhitzt das Metall, bis es schmilzt. Durch die Aussparungen in der Maske gelangt das Metall auf die OLED-Fläche, erkaltet und bildet die Leiterbahnen.

Mehr Flexibilität, weniger Aufwand

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
  2. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure: virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Dieses Verfahren habe mehrere Vorteile gegenüber dem bisherigen, erklärt Christian Vedder, Projektleiter am Fraunhofer ILT. So gebe es keinen Materialverlust, da das nicht genutzte Metall wiederverwendet werden könne. Außerdem könne dieses Herstellungsverfahren in der Umgebungsatmosphäre stattfinden und brauche deshalb keine Vakuumkammer. Weiterer Vorteil sei, dass der Einsatz der Maske viel Spielraum bei der Gestaltung ermögliche.

Für Philips steht der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund. Vor allem der hohe Materialnutzungsgrad und das Wegfallen von Strukturierungsprozessen mache das Verfahren für das Unternehmen attraktiv, sagte Holger Schwab, zuständiger Projektleiter bei Philips, und resümierte: "Mit Hilfe dieses Prozesses können die Herstellungskosten für OLEDs in erheblichem Maße reduziert werden."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Manipulierte Ausweise
CCC macht Videoident kaputt

Hinter dem Stopp von Videoident-Verfahren bei den Krankenkassen steckt ein Hack des Chaos Computer Clubs. Der Verein fordert weitere Konsequenzen.

Manipulierte Ausweise: CCC macht Videoident kaputt
Artikel
  1. Autopilot Full Self Driving: Tesla Model 3 erkennt Kinder-Dummy mehrfach nicht
    Autopilot Full Self Driving
    Tesla Model 3 erkennt Kinder-Dummy mehrfach nicht

    Tesla scheint bei der neuen Beta des Full Self Driving keine Kinder auf der Fahrbahn zu erkennen. Dreimal wurde ein Dummy überfahren.

  2. Peripheriegeräte: Mechanische Tastatur hat integrierten 12,6-Zoll-Touchscreen
    Peripheriegeräte
    Mechanische Tastatur hat integrierten 12,6-Zoll-Touchscreen

    Die Ficihp K2 kann über USB-C als Tastatur und zusätzlicher Bildschirm genutzt werden - mit mechanischen Schaltern und USB-Hub.

  3. Datenschutz bei Whatsapp etc.: Was bei Messengerdiensten zu beachten ist
    Datenschutz bei Whatsapp etc.
    Was bei Messengerdiensten zu beachten ist

    Datenschutz für Sysadmins In einer zehnteiligen Serie behandelt Golem.de die wichtigsten Themen, die Sysadmins beim Datenschutz beachten müssen. Teil 1: Whatsapp & Co.
    Eine Anleitung von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Samsung SSD 2TB Heatsink (PS5) 219,99€ • ebay Re-Store bis -50% gg. Neupreis • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Gigabyte RTX 3080 12GB 859€) • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Sharkoon PC-Gehäuse -53% • Philips Hue -46% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /