AOL kündigt 2.500 Mitarbeitern und verkauft MapQuest und ICQ

Harter Restrukturierungskurs bei Nocheigner Time Warner

AOL wird seine Belegschaft um ein Drittel reduzieren und will sich laut Medienberichten von Tochterfirmen wie MapQuest und ICQ trennen. Time Warner ist dabei, die Firma auszugründen und an die Börse zu bringen.

Artikel veröffentlicht am ,

AOL wird in einer weiteren Abbauwelle 2.500 Arbeitsplätze im Unternehmen streichen. Das teilte das Unternehmen der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) mit. In der Internetsparte des Medienkonzerns Time Warner arbeiten derzeit noch 6.900 Menschen.

Stellenmarkt
  1. IT Generalist (m/w/d)
    Hays AG, Göppingen
  2. Head of Customer Segment Management (m/w/d)
    Fressnapf Holding SE, Krefeld
Detailsuche

Allthingsdigital, ein Blog des Wall Street Journal, berichtete, dass den Beschäftigten, die sofort freiwillig das Unternehmen verlassen, ein Abfindungspaket angeboten wird, das drei bis neun Monatsgehältern entspricht. Später sollen Entlassungen ohne Abfindungen ausgesprochen werden. Ein Firmensprecher habe die Planungen bestätigt. In seiner Blütezeit im Jahr 2004 hatte AOL mehr als 20.000 Mitarbeiter.

AOL-Chef Tim Armstrong will zudem auf seinen Jahresbonus 2009 in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar verzichten, schrieb Armstrong in einer E-Mail an die Beschäftigten.

Anfang November 2009 hatte der Medienkonzern angekündigt, dass AOL nach der Trennung eine tiefgehende Restrukturierung durchlaufen werde. Der operative Gewinn AOLs war im dritten Quartal 2009 um über 50 Prozent gefallen, der Umsatz gab wegen der Schwäche des Werbemarkts um 18 Prozent nach. Die Aktionäre von Time Warner erhalten im Zuge der Ausgründung jeweils eine AOL-Aktie für elf Anteilsscheine an Time Warner. Die Aktien würden am 9. Dezember 2009 ausgegeben.

Das einstige AOL-Kerngeschäft, der Verkauf von Einwahl-Internetzugängen, schrumpft seit Jahren stark. 2002 zählte AOL hier 26,7 Millionen Kunden, im letzten Quartalsbericht 2009 wurden noch 5,4 Millionen ausgewiesen. Von Januar bis September 2009 kehrten 1,9 Millionen Dial-up-Kunden AOL den Rücken.

AOL versucht seit Jahren den Umbau weg vom Internet Service Provider hin zum Internetunternehmen mit eigenem Content und seiner weiterhin besucherstarken Portalseite. AOL trennt sich mit der Ausgründung laut Medienberichten außerdem von Firmen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. So stehen MapQuest und ICQ zum Verkauf.

MapQuest, ein Online-Kartographiedienst und Verleger von Büchern und Karten, war 1999 von AOL für 1,1 Milliarde US-Dollar gekauft worden. Zu den Kaufinteressenten könnten nun Microsoft und andere große Unternehmen gehören.

Die New Yorker Investment-Banker Morgan Stanley und Allen & Co sollen zudem versuchen, den Instant-Messaging-Dienst ICQ zu Geld zu machen. AOL will für die Firma 300 Millionen US-Dollar. AOL hatte für das israelische Unternehmen Mirabilis im Jahr 1998 über 400 Millionen US-Dollar gezahlt. Mirabilis hat das populäre Instant-Messaging-Programm ICQ entwickelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Himmerlarschund... 23. Nov 2009

Da hat sich wohl jemand verklickt ;-) Hier startet der Messenger unter XP nicht...

dddsafff 22. Nov 2009

same here ;) aber: aol hat vor einigen jahren mal anstrengungen in die richtung gemacht...

Treadmill 21. Nov 2009

Alles, ALLES, ALLLEEESSS!!!!!111!!, OK, geht wieder, also, alles, dass du, ich, irgendwer...

Treadmill 21. Nov 2009

Bei ICQ war es aber immer so, dass man sich nicht zu 100% sicher sein konnte, dass...

nille02 20. Nov 2009

Xfire ist zwar schön und gut aber für meinen Geschmack zu Öffentlich. Alleine schon die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
New World im Test
Amazon liefert ordentlich Abenteuer

Konkurrenz für World of Warcraft und Final Fantasy 14: Amazon Games macht mit dem PC-MMORPG New World momentan vor allem Sammler glücklich.
Von Peter Steinlechner

New World im Test: Amazon liefert ordentlich Abenteuer
Artikel
  1. Nasa: Sonde Lucy erfolgreich zu Jupiter-Asteroiden gestartet
    Nasa
    Sonde Lucy erfolgreich zu Jupiter-Asteroiden gestartet

    Erstmals sollen Asteroiden in der Umlaufbahn des Jupiter untersucht werden. Der Start der Raumsonde Lucy ist laut Nasa geglückt.

  2. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

  3. Whatsapp: Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei
    Whatsapp
    Vater bekommt wegen eines Nacktfotos Ärger mit Polizei

    Ein Vater nutzte ein 15 Jahre altes Nacktfoto seines Sohnes als Statusfoto bei Whatsapp. Nun läuft ein Kinderpornografie-Verfahren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 40€ Rabatt auf Samsung-SSDs • ADATA XPG Spectrix D55 16-GB-Kit 3200 56,61€ • Crucial P5 Plus 1 TB 129,99€ • Kingston NV1 500 GB 35,99€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /