Abo
  • IT-Karriere:

IBM simuliert ein Katzengehirn

Auf dem Weg zum Gehirncomputer

Im Vergleich zum menschlichen Gehirn ist das einer Katze klein. Dennoch bedarf es einer immensen Computerleistung, um ein Katzenhirn zu simulieren. Das ist Wissenschaftlern bei IBM gelungen - mit Hilfe des elftgrößten Computers der Welt. Ziel ist, eines Tages einen Computer zu bauen, der wie ein Gehirn funktioniert.

Artikel veröffentlicht am ,

In vielerlei Hinsicht ist das Gehirn leistungsfähiger als ein Computer, weshalb Forscher sich bemühen, einen Computer zu bauen, der wie ein Gehirn funktioniert. Wissenschaftlern am IBM Almaden Research Center ist nach eigenen Angaben ein wichtiger Schritt in diese Richtung gelungen.

Gehirnsimulation

Stellenmarkt
  1. Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
  2. Systemhaus Scheuschner GmbH, Hannover

Die Wissenschaftler haben beinahe in Echtzeit einen Cortex mit einer Milliarde Neuronen und zehn Billionen Synapsen simuliert. Die Simulation lief auf einem Supercomputer vom Typ Blue Gene/P, der dem Lawrence Livermore National Laboratory gehört. Der Rechner mit dem Namen Dawn, der über 147.456 Prozessoren und 144 Terabyte Arbeitsspeicher verfügt, belegt in der aktuellen Rangliste der Supercomputer den elften Platz.

Der Cortex, auch Großhirnrinde genannt, der in der Simulation nachgebildet wurde, ist beispielsweise für die Bewegungssteuerung, Wahrnehmung oder Fähigkeiten wie Kreativität oder Spontaneität zuständig. Der Cortex, den die IBM-Forscher auf dem Supercomputer simuliert haben, ist etwas größer als der einer Katze. Vor zwei Jahren simulierten die Forscher einen Cortex, der dem einer Ratte entsprach.

Gehirnvermessung

Daneben haben die IBM-Forscher zusammen mit Wissenschaftlern der Universität von Stanford im US-Bundesstaat Kalifornien den Algorithmus Bluematter entwickelt. Der soll es den Wissenschaftlern ermöglichen, mit Hilfe der Diffusionsgewichteten Magnetresonanztomografie (Diffusion Weighted Magnetic Resonance Imaging, DW-MRI) das menschliche Gehirn zu untersuchen. So wollen sie herausbekommen, wie die Verschaltungen zwischen der Großhirnrinde und dem subcorticalen Marklager aussehen. Diese Informationen sind entscheidend, um zu verstehen, wie das Gehirn arbeitet.

Das Gehirn sei viel kleiner und viel energieeffizienter als heute Computer, sagte Josephine Cheng, die das Almaden-Forschungszentrum leitet. Vom Gehirn zu lernen sei deshalb ein interessanter Ansatz, um die Probleme mit Energie und der Leistungsdichte der heutigen Computer zu lösen.



Anzeige
Hardware-Angebote

RolandH 29. Nov 2009

Genauso koennte man auch behaupten, dass das FreeHAL-Projekt gekoppelt an Festival einen...

Harald Schmitt 26. Nov 2009

Die Funktion eines Katzengehirns zu simulieren ist sicher eine beachtenswerte Leistung...

asdhasjld 24. Nov 2009

WIE WÄRE ES AUF IBM ZU SUCHEN? -anstrengend wäre es. ist es denn zuviel verlangt sie mit...

Happy Hippo 21. Nov 2009

http://www.modha.org/C2S2/2009/11182009/content/SC09_TheCatIsOutofTheBag.pdf Da steht was...

Cheater 21. Nov 2009

Bei dem Experiment waren natürlich keine echten Katzen involviert. Wer das bezweifelt...


Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus G GA502 - Test

Sparsamer Sprinter mit dunklem Display: das Zephyrus G GA502 im Test.

Asus Zephyrus G GA502 - Test Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

OKR statt Mitarbeitergespräch: Wir müssen reden
OKR statt Mitarbeitergespräch
Wir müssen reden

Das jährliche Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente für Führungskräfte, doch es ist gerade in der IT-Branche nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aus dem Silicon Valley kommt eine andere Methode: OKR. Sie erfüllt die veränderten Anforderungen an Agilität und Veränderungsbereitschaft.
Von Markus Kammermeier

  1. Arbeit Hilfe für frustrierte ITler
  2. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
  3. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt

Erdbeobachtung: Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien
Erdbeobachtung
Satelliten im Dienst der erneuerbaren Energien

Von oben ist der Blick auf die Erde am besten. Satelliten werden deshalb für die Energiewende eingesetzt: Mit ihnen lassen sich beispielsweise die Standorte für Windkraftwerke oder Solaranlagen bestimmen sowie deren Ertrag prognostizieren.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Rocketlab Kleine Rakete wird wiederverwendbar und trotzdem teurer
  2. Space Data Highway Esa bereitet Laser-Kommunikationsstation für den Start vor
  3. Iridium Certus Satelliten-Breitbandnetz startet mit 350 bis 700 KBit/s

    •  /