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Infineon macht nach zehn Verlustquartalen wieder Gewinn

Rechnet mit positivem Verlauf des neuen Geschäftsjahres

Infineon kann nach langer Zeit wieder ein Quartal mit schwarzen Zahlen ausweisen. Das neue Geschäftsjahr soll freundlich verlaufen, kündigte der Halbleiterhersteller an.

Artikel veröffentlicht am ,

Infineon Technologies hat nach zehn Verlustquartalen wieder einen Gewinn erwirtschaften können. Der Konzernüberschuss bei Europas zweitgrößtem Halbleiterhersteller lag bei 14 Millionen Euro nach einem Verlust von 763 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Analysten hatten einen Gewinn von 11 Millionen Euro erwartet.

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Der Umsatz ging um 18 Prozent auf 855 Millionen Euro zurück. Die Analystenerwartungen lagen bei 848 Millionen Euro.

Im neuen Geschäftsjahr, das am 30. September 2010 endet, werde der Umsatz um mindestens zehn Prozent steigen. Die Ergebnisse aller Segmente sollen zusammengenommen gegenüber 2009 deutlich steigen und eine Marge von circa 5 Prozent erwirtschaften.

Höhere Umsatzerlöse, eine "anhaltende strikte Kostenkontrolle und eine bessere Auslastung der Produktion" hätten zu der Ergebnisverbesserung im letzten Quartal beigetragen. "Unterstützt hat uns dabei die gestiegene Nachfrage in allen unseren operativen Segmenten", sagt Peter Bauer, Vorstandschef bei Infineon. "Wir blicken auf ein äußerst herausforderndes Geschäftsjahr zurück, das wir trotz der extrem schwierigen Rahmenbedingungen für Infineon erfolgreich gemeistert haben. Wir sind nun gut positioniert, um unseren Marktanteil in allen vier Zielmärkten zu steigern und nachhaltig unser Ergebnis zu verbessern".

Für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2010 erwartet Infineon, dass die Umsatzerlöse ein ähnliches Niveau wie im vierten Quartal erreichen werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Umsatz in den Segmenten Industrial & Multimarket (IMM) und Automotive (ATV) weiter steigen wird, während der Umsatz bei Chip Card & Security (CCS) voraussichtlich saisonal bedingt zurückgeht. Die Umsatzentwicklung für Wireless Solutions (WLS) wird voraussichtlich durch den schwächeren US-Dollar gedrückt.

Im begonnenen ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 werden Kurzarbeit und unbezahlter Urlaub für die Beschäftigten beendet, kündigte die Konzernleitung an. Eine hohe Nachfrage treffe auf geringe Lagerbestände, weshalb Infineon die Produktion in dem Zeitraum weiter erhöhen müsse.

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